Unser Platz am Tisch des Königs | Dave Ayling

Unser Platz am Tisch des Königs | Dave Ayling

von | 29. Nov 2017

Jeremia 52: 31-34 37 Jahre nach der Gefangennahme von Jojachin, dem früheren König von Juda, wurde Ewil-Merodach König von Babylonien. Im 1. Jahr seiner Regierung, am 25. Tag des 12. Monats, begnadigte er Jojachin von Juda und holte ihn aus dem Gefängnis. Er behandelte ihn freundlich und gab ihm eine bevorzugte Stellung unter den Königen, die in Babylon gefangen gehalten wurden. Jojachin durfte seine Gefängniskleidung ablegen und bis an sein Lebensende an der königlichen Tafel essen. Der König von Babylonien sorgte auch sonst für seinen Unterhalt. Jojachin bekam täglich, was er zum Leben brauchte, bis er schließlich verstarb.


Mit diesen starken und verheißungsvollen Versen stieg Pastor Dave Ayling aus der Derby City Church UK am vergangenen Sonntag in seine Predigt ein. Diese Verse zeigen uns, wie unglaublich gut es Gott mit uns meint – denn was der König für Jojachin tat, das tat Jesus für uns.

1. Er hat ihn befreit.

Gott hat unser Leben verändert. Vielleicht warst du noch nie im Gefängnis, aber alle von uns, die Freiheit in Jesus gefunden haben, wissen, was es heißt, befreit zu werden. Vielleicht bist auch du in einem selbstgebauten Gefängnis von Süchten, Depressionen oder Hoffnungslosigkeit. Vielleicht hast du Fehler gemacht, die dich einsam fühlen lassen, Aktionen oder Handlungen, die unglücklich geendet sind. Aber: Jesus kam, um dich zu befreien. Er ist gekommen, um Freiheit für die Menschen in Gefangenschaft zu bringen. Wir sollen in der Freiheit leben, die Gott uns gegeben hat.

2. Er hat ihn gut behandelt.

Der König setzte den Gefangenen nicht nur frei, er hat ihn darauf hin auch gut behandelt. Ist es nicht toll, wenn andere Menschen liebe Dinge zu dir sagen? Das ist in unserer Zeit leider nicht mehr so häufig der Fall, es ist viel einfacher für die Menschen, negative Dinge von sich zu geben. Wenn du in deinem selbstgebauten Gefängnis sitzt, dann hörst du nicht viele gute Nachrichten. Auch, wenn etwas Nettes zu dir gesagt wurde. In Sprüche 12, 25 steht: „Sorgen drücken einen Menschen nieder, aber freundliche Worte richten ihn wieder auf.“ Das unglaubliche bei Gott ist, er redet niemals negativ zu uns. Er hat immer freundliche Worte für uns. Manchmal kommen wir zu Gott und haben die Erwartung, dass er wie andere Menschen zu uns redet. So oft kritisieren uns Leute, doch Gott redet immer gut zu uns. Wenn du in allen möglichen Umständen gefangen bist und Menschen dir sagen, dass nichts aus dir wird – hör das nicht drauf! Gott sagt zu dir, dass er einen Plan für dich hat, er glaubt an dich, er möchte dir Hoffnung geben, möchte deine Zukunft viel fruchtbarer machen, als deine Vergangenheit je hätte sein können. Deswegen spricht er freundliche Dinge in unser Leben.

Dave erinnert sich an eins seiner ersten Gespräche in seiner Gemeinde. „Wenn ich etwas machen möchte, dann lässt Gott mich nicht. Wenn ich etwas nicht machen möchte, dann zwingt Gott mich dazu.“ Sein Gegenüber hatte ein total schlechtes Bild von Gott. Manchmal hält unsere eigene Gefangenschaft uns davon ab, die freundlichen Dinge, die Gott zu uns sagt, zu hören.

3. Er stellte ihn wieder her.

Dieser König hat dem Gefangenen einen Ehrenplatz an seinem Tisch gegeben. Ein unglaubliches Bild der Rettung. Wir, die von Gott getrennt waren und ihn nicht kannten, die nicht in seine Gegenwart kommen konnten – plötzlich haben wir einen Ehrenplatz an seinem Tisch. Wir selber würden nicht jedem einen Platz am eigenen Tisch geben, aber Gott sagte zu uns, dass er uns hoch hebt und uns das Recht gibt, in seine Gegenwart zu kommen. Es steht in der Bibel, dass er uns aus dem Sumpf geholt hat und unsere Füße auf einen Felsen gestellt hat. Genau wie der König den Gefangenen befreit hat und einen Ehrenplatz an seinem Tisch gegeben hat, genau so befreit dich Jesus. Es gibt nichts, womit du dir das verdienen kannst, du bekommst es einfach geschenkt. Denn Jesus ist am Kreuz gestorben, damit du wieder hergestellt wirst.

4. Er aß mit ihm.

Dies steht im letzten Teil des Kapitels. Stell dir vor, du isst 37 Jahre Gefängnisessen und darfst auf einmal neben dem König an seinem Tisch sitzen und speisen. Heute darfst du in die Gegenwart Gottes kommen und genau das Gleiche mit ihm machen. Wobei es hier nicht einfach um das gemeinsam Essen geht, sondern viel mehr die Intimität, die damit verbunden ist. Jesus sagt in der Offenbarung 3, 20: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Er redet nicht über Essen, er redet über Gemeinschaft und Freundschaft.

5. Er sorgte für ihn.

Im letzten Vers des Buchs Jeremia steht, dass der König sich bis an sein Lebensende um Jojachin kümmert und ihm eine Leibrente zahlte. Stell es dir mal bildlich vor: Du bist 37 Jahre deines Lebens im Gefängnis, abgeschnitten vom König. Dann kommt der Tag, an dem du befreit wirst und den Ehrenplatz bekommt. Leute, die negativ zu dir gesprochen haben, waren auf einmal freundlich, weil du in der Gegenwart des Königs bist. Auf einmal sitzt du beim König am Tisch, isst gemeinsam mit ihm und bekommst noch ein Teil seines Reichtums ab. Das ist ein Bild von Gottes Gnade – wie er in unser Leben kommt. Versuche zu verstehen, dass Gott dich liebt. Denn was der König für Jojachin getan hat, tut er auch für dich.

In Jeremia 52,33 steht, das Jojachin seine Gefängniskleider ablegen durfte. Du musst aufhören, wie ein Gefangener zu denken und zu leben, wenn du das annehmen möchtest, was Gott dir geben will. Du kannst nicht in deiner Gefängniskleidung am Tisch des Königs sitzen. Du musst dich verändern. Dave hat den Eindruck, dass viele Christen in ihrer Gefängniskleidung in der Gegenwart des Königs stehen und die Mentalität eines Sklaven besitzen. Wir denken, dass unser Lohn größer ausfallen wird, je besser wir sind. Manche von uns müssen die Gefängniskleidung ablegen und uns ändern. Doch wie klappt das?

Als erstes muss unsere Identität verändert werden. Du musst anders über dich denken und verstehen, dass deine vergangenen Fehler nicht den Segen deiner Zukunft ausmachen. Die Bibel sagt, dass du ein neuer Mensch bist, wenn du in Jesus bist. Das Alte ist vergangen, denn Jesus hat dich verändert. Heute bist du ein Kind des Königs, deine Identität ist eine Neue und das heißt es, am Tisch des Königs zu sitzen.

Als zweites muss du dein Denken ändern. Du musst das Denken eines Gefangenen hinter dir lassen, dich frei machen und Gott vertrauen. Du musst verstehen, dass Gott gute Dinge für dich geplant hat. Wir wissen zwar, dass das die Bibel sagt, aber wir denken dennoch wie ein Gefangener. Unser Denken ist wegen unserer Umstände oder anderem immer noch eingeschränkt. Wir müssen Gott mitteilen, dass wir ihm vertrauen und daran glauben, dass er Gutes für uns parat hat.

Als letztes muss du deine Perspektive ändern. Bis an sein Lebensende durfte Jojachin am Tisch des Königs sitzen, weil er an ihn glaubte und sich für ihn entschied. Wir müssen jeden Tag im Glauben leben, nur so können wir die Gefängniskleidung ablegen. Es gibt viele Menschen, die im Nachfolgen super sind. Doch sobald etwas schlechtes passiert, denken sie, sie haben Gott enttäuscht und das ist seine Bestrafung dafür. Das ist die Mentalität eines Gefangenen. Aber Jesus hat uns befreit.

Leg die Gefängniskleidung ab. Halt daran fest, was Jesus für dich getan hat. Er hat wundervolle und ermutigende Worte für dein Leben, er hat dich wieder hergestellt und dir ein Ehrenplatz gegeben. Er versorgt dich bis an dein Lebensende.

Pin It on Pinterest

Share This