UNASHAMED Teil 3: Von Eden bis Gethsemane

7. Februar 2019

“Sünde ich kein Verhaltensproblem, sondern ein Glaubensproblem.” Diese Aussage regt zum Nachdenken an, oder? In Teil 3 unserer Serie aus dem Römerbrief, UNASHAMED, hat uns Dom vor Augen geführt, wie entscheidend die Ereignisse im Garten Eden und im Garten Gethsemane für unser Verständnis von Gnade und Freiheit sind. 

Bitte lies zunächst Römer 5:1-11 

Was hat es nun auf sich mit Eden und Gethsemane? Der Garten Eden war das wortwörtliche Paradies – frei von Sünde, Fehlern und Schuld. Doch wie es weitergeht, wissen wir alle: Mit der Schlange und dem Apfel änderte sich das. Eva beginnt an Gott zu zweifeln – denn das, was die Schlange ihr mit dem Biss in den Apfel versprochen hatte, war einfach zu verlockend. Mit dem Biss in den Apfel kam die Sünde in die Welt und ist bis heute geblieben. Und bis heute geschieht Sünde da, wo wir, genau wie Eva, unseren eigenen Kopf durchsetzen wollen und Gottes Gebote in Frage stellen. „Hat er das wirklich gesagt….? Mein Gefühl sagt mir, dass das, was ich vorhabe, richtig ist…. dann muss es doch auch richtig sein!“ Genau aus diesem Grund ist Sünde ein Glaubensproblem – kein Verhaltensproblem. 

Wie geht es nun weiter, nach Eden? Davon lesen wir im alten Testament. Das Gesetz kommt in die Welt, es startet mit Mose und den 10 Geboten. Das Gesetz entlarvt die Sünde, doch es hat uns nicht vor ihr bewahrt, wie zahllose Bibelkapitel des alten Testaments belegen. Doch eines hat uns das Gesetz ganz klar gezeigt: Die Notwendigkeit für einen „Retter“. Damit springen wir ins neue Testament, zum Leben Jesu. Oder anders gesagt: Wir begeben uns direkt in den Garten Gethsemane und damit zu seinen letzten Stunden vor der Kreuzigung. Ich hoffe, die Fluggeschwindigkeit ist für dich okay! 

Er gab ihn dahin, um unsere Vergehen zu sühnen, und hat ihn zum Leben erweckt, damit wir vor ihm als gerecht bestehen können.

Römer 4:25

Jesus ist für deine und meine Schuld gestorben – eine Tatsache, die wir oft viel zu selbstverständlich hinnehmen. Aber hallo? Wer von uns hat das Bitteschön verdient? Richtig: Keiner. Es ist ein Akt der Liebe und das Ergebnis unverdienter Gnade. Mit Jesus Tod und Auferstehung dürfen wir „gerecht“ vor Gott bestehen, weil Jesus uns seine Gerechtigkeit zuspricht. Wenn Gott dich anschaut, dann sieht er nicht deine Fehler, sondern Jesus und seine Gerechtigkeit. Hier kommen 5 Wahrheiten für dein Leben, die sich aus dieser „Rechtfertigung“ ergeben: 

1. Wir haben Frieden 

Nachdem wir durch den Glauben von unserer Schuld freigesprochen sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

Römer 5:1

In einer Welt, die voller Unruhe ist und voller Schmerz, den wir nicht verstehen können und der keinen Sinn macht, gibt es ein Gegenmittel: Frieden, der keinen Sinn macht. Genau das schenkt uns Jesus 

2. Wir haben Zugang zu Gott 

Er hat uns die Tür zu diesem neuen Leben geöffnet.

Römer 5:2a

Jesus hat dafür gesorgt, dass wir jederzeit Zugang zu Gott haben. Dafür brauchen wir nichts und niemanden. 

3. Wir haben Hoffnung 

Diese Hoffnung erfüllt uns mit Freude und Stolz.

Römer 5:2b

Hoffnung ist mehr, als optimistisch oder positiv zu denken. Hoffnung ist die tiefe Gewissheit, dass wir die Ewigkeit bei Gott verbringen. Diese Hoffnung ist ein Anker für unsere Seele. 

Doch nicht nur dafür sind wir dankbar. Wir danken Gott auch für die Leiden, die wir wegen unseres Glaubens auf uns nehmen müssen. Denn Leid macht geduldig, Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum stärkt unsere Hoffnung.

Römer 5:3-4

4. Wir haben tägliche Gewissheit 

Wir dürfen jeden Tag darauf vertrauen, dass – auch wenn mal etwas Schreckliches in unserem Leben passiert – das keine Bestrafung von Gott ist. Frag nicht „warum“, sondern „wofür“ und denk daran: Du „bestehst gerecht“ vor Gott. Es geht nicht darum, dass du eine 2. oder 3. Chance verdienst, denn mal ehrlich: Manchmal haben wir noch nich einmal die erste Chance verdient. Das, was Jesus für uns getan hat, können wir nicht verdienen, nur annehmen. 

5. Wir erleben die Liebe Gottes

Wie sehr du die Liebe Gottes erlebst, wird dir erst bewusst, wenn du dir klar machst, was er für dich getan hat: Er hat seinen einzigen Sohn hingegeben. Würdest du das Leben deiner (ungeborenen) Kinder für irgendwen hingeben?! Wohl kaum. Doch Gott tat es. Das ist gewagte Liebe, Leute! 

Mit diesem fünften und letzten Punkt schlagen wir den Bogen zurück zu Eden und Gethsemane. Als Adam und Eva aus dem Garten Eden verbannt wurden, haben sie diese fünf Punkte verloren: Frieden, Zugang zu Gott, Hoffnung, Gewissheit und das Wissen um die Liebe Gottes.

Oder anders gesagt: Durch Adams Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig; aber weil Jesus Christus gehorsam war, werden sie von Gott freigesprochen. 

Römer 5:19

Mit Jesus und der unendlichen Gnade Gottes bekommen wir all das wieder und werden gerecht vor Gott gesprochen. Genau wie Adam musste auch Jesus einen Test bestehen – und zwar im Garten Gethsemane. Er war gehorsam. In Eden hat Gott Adam gesucht, doch in Gethsemane hat Jesus Gott gesucht. Adam brachte Tod, Jesus bringt Leben. 

Du möchtest die Predigt noch einmal in voller Länge hören? Dann geht’s hier zum Podcast!


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