UNASHAMED Teil 1 : Klartext

10. Januar 2019

„Ein Mangel an Selbstbewusstsein ist oft verbunden mit einem Mangel an Klarheit.“ Zum Start ins neue Jahr hat uns Dom am letzten Sonntag mit Teil 1 unserer Predigtserie UNASHAMED zu mehr Klartext ermutigt. Mit UNASHAMED widmen wir uns in den kommenden Wochen dem Römerbrief und schauen auf die starke Message, die Paulus nicht nur damals für die Menschen in Rom, sondern auch heute für uns hat. 

Römer 1,16-17: Zu dieser Botschaft bekenne ich mich offen und ohne mich zu schämen, denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem, der glaubt, Rettung bringt. Das gilt zunächst für die Juden, es gilt aber auch für jeden anderen Menschen. Denn im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut. Darum heißt es in der Schrift: »Der Gerechte wird leben, weil er glaubt.« 

„Offen und ohne mich zu schämen“ – diese Worte zeugen ohne Umschweife von Paulus’ Kühnheit, aber auch von seiner Klarheit. Und das, obwohl er allen Grund gehabt hätte, den Menschen NICHT von Jesus zu erzählen. Denn genau dafür musste er so einiges erleiden: In 2. Korinther 11: 23-28 lesen wir, dass er im Gefängnis war, Schiffbruch erlitten hat, geschlagen und gefoltert wurde. Also insgesamt eine wenig vergnügliche Angelegenheit. Doch was lässt Paulus durchhalten? Wenn wir ganz an den Anfang des Römerbriefs gehen, wird es deutlich: 

Römer 1:1 Paulus, Diener Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes,…

Diener Jesu Christi – berufener Apostel – ausgesondert für das Evangelium Gottes. Mit diesen drei Schlagworten wird Paulus hier beschrieben. Und das sind genau die Bereiche, in denen auch du Klarheit in deinem Leben brauchst. Frage dich also: 

1. Wem dienst du? 

Wir alle dienen irgendwem oder irgendwas. Sei es Geld, unserem Job, anderen materiellen und nicht materiellen Dingen – oder eben Gott. 

Römer 1:21-25: Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, verweigerten sie ihm die Ehre und den Dank, die ihm gebühren. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster. Sie hielten sich für besonders klug und waren die größten Narren. Statt den ewigen Gott in seiner Herrlichkeit anzubeten, verehrten sie Götzenstatuen von sterblichen Menschen, von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. Deshalb hat Gott sie all ihren Trieben und schmutzigen Leidenschaften überlassen, so dass sie sogar ihre eigenen Körper entwürdigten. Sie haben die Wahrheit über Gott verdreht und ihrer eigenen Lüge geglaubt. Sie haben die Schöpfung angebetet und ihr gedient!!! und nicht dem Schöpfer. Ihm allein aber gebühren Lob und Ehre bis in alle Ewigkeit. Amen. 

Was genau sagt Paulus hier? Der Mensch schaut auf die Schöpfung und nicht auf ihren Schöpfer. Natürlich hält die Schöpfung viele wunderbare Dinge bereit – aber wir sollten diese Dinge nicht mit Gott verwechseln. 

2. Wozu bist du berufen? 

Das Wort Berufung löst in uns nicht selten Verwirrung aus, dabei ist es ganz einfach: Berufung ist, wenn du verstehst, dass du nicht ohne Grund auf der Welt bist, sondern um eine bestimmte Mission voranzutreiben. Anders als dein Beruf zeichnet sich deine Berufung nicht durch das aus, WAS du tust, sondern WER du bist. Gott hat einen Plan für dein Leben und möchte dich gebrauchen. Deine Berufung kannst du genau da ausfüllen, wo du gerade bist – auch in deinem Job! 

3. Wozu bist du ausgesondert? 

„ausgesondert für das Evangelium Gottes“ sagt Paulus über sich. Das bedeutet so viel wie „heilig“ – oder anders gesagt: Wir leben in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt. Durch Jesus haben wir neues Leben, das Alte ist vergangen. Und das hat Konsequenzen: 

Römer 12:1-2: Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe. Passt euch NICHT den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott VERÄNDERN, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Gott möchte dein Denken verändern. In einer Welt, in der alles schreit „nimm, nimm, nimm!“ sagt Jesus „gib, gib gib!“. Warum also bist du ausgesondert? Damit Gott dich benutzen kann! Was kann das für deine Ausrichtung und deine „Klarheit“ in diesem Jahr bedeuten? Es kann bedeuten, dass du vielleicht manches verändern oder loslassen musst, damit Gott dich so gebrauchen kann, wie er es für dein Leben geplant hat. Unsere 21 Tage Gebet & Fasten, die am Sonntag gestartet sind, kannst du nutzen, um für Klarheit in deinem Leben zu beten und Gott um Hilfe zu bitten, wenn es darum geht, Dinge, die dir nicht gut tun, loszulassen und deine Berufung zu erkennen. 


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