TIEFGANG 3 – DIE 5 GEWOHNHEITEN EINER GESUNDEN EHE

„Alle Paare streiten hin und wieder. Dabei sollte es aber immer um eine Lösung gehen – nicht ums Gewinnen.“ Zum Abschluss unserer Predigtserie TIEFGANG – DIVING INTO RELATIONSHIP haben Dom und Sarah eine starke Message über die 5 Gewohnheiten einer gesunden Ehe mit uns geteilt. Vielleicht fallen dir beim Lesen gleich eine oder zwei dieser Gewohnheiten auf, von denen du sagst: Ja, genau das möchte ich in meiner Ehe oder Beziehung!

1. Gott suchen

Matthäus 22:37-40 Jesus antwortete ihm: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹ Das ist das erste und wichtigste Gebot.  Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ 

Wenn du die Predigten dieser Serie verfolgt hast, live, als Podcast oder hier im Blog, dann ist dir ein Satz schon mehrfach begegnet: Du bist vollständig in Jesus – nicht durch eine andere Person. Dom und Sarah haben beispielsweise ganz bewusst entschieden: „Gott ist unsere Nummer 1 und der Partner Nummer 2.“ Gott zum Mittelpunkt unserer Beziehung zu machen und ihn an erste Stelle zu stellen, ist die Basis für eine gesunde Beziehung, die auch Tiefen und schwere Zeiten übersteht. Wo finden wir Gott am besten, wenn wir ihn suchen? Zu allererst natürlich im Gebet. Täglich gemeinsam mit dem Partner zu beten und Bibel zu lesen verbindet, ist intim und schafft Vertrauen. Und noch etwas: Es ist schwer, auf jemanden ernsthaft sauer zu sein, wenn man gemeinsam betet – oder?

2. Kämpfe fair

Epheser 4:26-27 Euer Zorn soll nicht dazu führen, dass ihr Schuld auf euch ladet! Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebt dem Teufel keinen Raum zum Wirken! 

Ja, es ist wahr: Jedes Paar streitet. Doch wenn bei einem Streit nicht das Gewinnen, sondern die gemeinsame Lösung im Vordergrund steht, dann ist es ein „fairer Kampf“. John Gottmann, ein Ehe-Forscher aus den USA, hat mehrere Punkte identifiziert, an denen man erkennt, dass ein Paar nicht fair streitet:

Kritik: Kritik, vor allem wenn sie destruktiv und verallgemeinernd geübt wird, ist in einem fairen Streit nicht angebracht. „Immer tust du dies, nie tust du jenes…“ Vermeidet solche Sätze! Das bedeutet übrigens nicht, dass ihr Dinge, die schief laufen, nicht ansprechen dürft – aber bleibt dabei konkret und auf die Situation bezogen.

Geringschätzung: Ein genervtes Augenrollen, Sarkasmus, abfällige Bemerkungen… in all diesen Dingen äußert sich Geringschätzung und die solltet ihr in jedem Fall vermeiden!

Selbstverteidigung: Wenn du im Selbstverteidigungsmodus bist, dann geht es dir darum, den Streit zu gewinnen – was dein Partner sagt und denkt, ist nicht so wichtig, Hauptsache du gehst als Sieger hervor. Halte in solchen Momente inne und frage dich: Was kann eine Lösung sein?

Ignoranz: Wenn sich Kritik. Geringschätzung und Selbstverteidigung immer und immer wieder wiederholen, enden eure Diskussionen vielleicht irgendwann in Ignoranz. Es interessiert dich nicht mehr, was der andere zu sagen hat – du wendest dich ab, vom Konflikt und deiner Ehe.

Wenn du einen dieser vier Punkte in deiner Ehe oder Beziehung wahrnimmst, dann sei offen für Hilfe von außen. Oft kann ein neutraler Blick von außen und ein ernstgemeinter Ratschlag viel helfen.

3. Habt Spaß

Prediger 9:9 Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, solange du dein vergängliches Leben führst, das Gott dir auf dieser Welt gegeben hat. Genieße jeden flüchtigen Tag, denn das ist der Lohn für deine Mühen. 

„Ohne Spaß, Romantik und Abenteuer wird eine Ehe schnell zu einer routinierten Geschäftsbeziehung, in der man ToDos abhakt und nur nebeneinander, statt miteinander lebt.“ Mit diesem Punkt plädierte Dom dafür, dass Spaß in einer Ehe kein Luxus sein muss. Die berühmte „Qualitytime“ ist etwas, dem man bewusst und aktiv Raum geben sollte, beispielsweise im Rahmen von Date Nights, einem Kurztrip oder ganz einfach bewusst eingeplanter Zeit zu zweit.

4. Halte dich rein

Matthäus 5:27-29 »Ihr wisst, dass gesagt worden ist: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹ Ich sage aber: Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht, hat mit ihr schon die Ehe gebrochen – in seinem Herzen hat er es getan. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verleitet: Reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, ein Körperteil zu verlieren, als ganz in die Hölle geworfen zu werden.

Ja, das sind deutliche Worte. Doch Jesus war es hier wichtig, eine ganz klare Botschaft zum Ausdruck zu bringen. Sex und alles was dazu gehört, gehört in deine Ehe. Spiel nicht mit dem Feuer, denn oft verbrennt man sich schneller, als man denkt. Setzt euch als Paar klare Grenzen.

5. Gib niemals auf!

Die Ehe ist ein Bund und kein Vertrag. Ein Vertrag wird aus Misstrauen geschlossen, ein Bund basiert auf einer gemeinsamen Entscheidung. Ein Vertrag limitiert deine Verantwortung, erhöht deine Rechte und ist zeitlich befristet. Ein Bund hingegen hat kein Ende.

Galater 6:7-9 Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten: Wer sich nur auf sich selbst verlässt, den erwartet der ewige Tod. Wer sich aber durch den Geist Gottes führen lässt, der wird durch ihn ewiges Leben empfangen. Lasst uns also nicht müde werden, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der wir eine reiche Ernte einbringen. Wir dürfen nur nicht vorher aufgeben!

Du erntest was du säst – und so ist auch deine Ehe oder Beziehung immer nur so gut, wie ihr als Paar entscheidet, dass sie es sein soll. Umgekehrt gilt: Wenn dir das, was du erntest nicht gefällt, dann schau auf das, was du gesät hast. Mit Sicherheit ist keine Ehe perfekt, doch als Ehepartner seid ihr einen Bund eingegangen. Gebt nicht auf, wenn es schwierig wird, sondern habt eine gemeinsame Vision davon, wo es hingehen soll – mit Gott als eurer Nummer 1.

 

Die Predigt in voller Länge:

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