#STRUGGLES – TEIL 4: #RUHE

„Ich glaube, dass wir echte Ruhe nur bei Jesus finden. Dass es uns unheimlich gut tut, Zeit in unsere Beziehung zu ihm zu investieren.“ Im vierten und letzten Teil unserer Predigtreihe #STRUGGLES hat sich David aus unserem Team einer der wohl größten Herausforderungen in unserem Alltag gewidmet: Ruhe.

Wie schaffen wir es, zu Ruhe zu kommen, wo wir doch oftmals in jeder noch so kleinen Pause zu unserem Smartphone greifen, um zu prüfen, was gerade in der Welt so los ist. Und wie schaffen wir es, zur Ruhe zu kommen, wenn ein echter Sturm um uns tobt? Wie schaffen wir es, Ruhe zu finden, wenn unser Terminkalender übervoll und die Liste der ToDo’s lang ist?

Eine Story aus der Bibel, die den Spagat zwischen Ruhe und „immer viel zu tun haben“ wunderbar beschreibt, ist die von Maria und Marta:

Lukas 10, 38-42: Als Jesus mit seinen Jüngern weiterzog, kam er in ein Dorf, wo er bei einer Frau aufgenommen wurde, die Marta hieß. Maria, ihre Schwester, setzte sich zu Füßen von Jesus hin und hörte ihm aufmerksam zu. Marta aber war unentwegt mit der Bewirtung ihrer Gäste beschäftigt. Schließlich kam sie zu Jesus und fragte: »Herr, siehst du nicht, dass meine Schwester mir die ganze Arbeit überlässt? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!« Doch der Herr antwortete ihr: »Marta, Marta, du bist um so vieles besorgt und machst dir so viel Mühe. Nur eines aber ist wirklich wichtig und gut! Maria hat sich für dieses eine entschieden, und das kann ihr niemand mehr nehmen.«

Machen wir uns Maria zum Vorbild

Maria hat sich hier offensichtlich für das Richtige entschieden: Zeit mit Jesus zu verbringen. Das, was ihre Schwester Marta tat, war auch wichtig und gut – doch sie hat darüber hinaus das Wesentliche vergessen. Denn bei Gott müssen wir nicht zuerst leisten, um geliebt und angenommen zu sein. Ganz im Gegenteil Wir sind zuerst angenommen und geliebt und können von diesem Punkt aus loslaufen – und auch zurückkommen, wenn es mal nicht so läuft. Denn wir können nie tiefer fallen als in seine Hände.

David hat uns drei praktische Punkte an die Hand gegeben, mit denen es uns gelingen kann, etwas mehr wie Maria zu sein:

1. FLUGMODUS

Wusstet ihr, dass sich Ärzte immer öfter mit der sogenannten „Nomophobie“ ihrer Patienten auseinandersetzen müssen? Dabei handelt es sich um die Angst, kein Handy bei sich zu haben (No-Mobile-Phone-Phobie). In den USA leiden laut verschiedener Studien mehr als 60% der Menschen unter Nomophobie.

„Wenn wir Jesus keinen Raum in unserem Leben schenken, dann werden wir ruhelos. Wer nie zur Ruhe kommt, wird irgendwann krank.“ sagte David und forderte uns auf, es zumindest einmal in Betracht zu ziehen, unser Handy von Zeit zu Zeit auf Flugmodus oder ganz aus zu schalten und uns mit derselben Intensität Jesus zuzuwenden.

2. SEI WIE RUFFY

Wer ist denn Ruffy? Ruffy ist der Hund von David und seiner Frau Kim. Und er hat eine wertvolle Eigenschaft: Wenn ihn nachts mal ein dringendes Bedürfnis überkommt und er unruhig wird, haut er David mit der Pfote auf den Kopf – so lange bis David aufsteht, ihn raus lässt und Ruffy tut, was ein Hund tun muss. Vielleicht ist es ein gewagtes Bild, doch bei Gott dürfen wir wie Ruffy sein: Wir dürfen ihm sagen, was uns bedrückt. Wir dürfen bei ihm alles abladen.

Jesus hätte sich wahrscheinlich gewünscht, dass Marta genau das tut. Nicht umsonst sagte er zu ihr „Marta, du bist um so vieles besorgt und machst dir so viel Mühe.“ Er kannte sie und er gab ihr einen wichtigen Rat: Nur eines ist wichtig und gut – die Zeit mit Jesus selbst.

In Philipper 4,7 steht: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm. Dann wird der Friede Gottes, der jedes Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“

3. BEI GOTT FINDE ICH RUHE IM STURM

Um Maria tobte an diesem Tag, als Jesus zu Gast war, ein kleiner Sturm: Das Haus war voll, die Gäste wollten bewirtet werden und es gab jede Menge zu organisieren. Dennoch nahm sie sich die Zeit, um zu seinen Füßen zu sitzen. Nun sagst du vielleicht: Hey, klar – wenn Jesus mein Gast ist, nehme ich mir auch Zeit für ihn. Doch was ist, wenn die Party plötzlich auf dem Kopf steht? Wenn nichts läuft, wie du es geplant hast? Hast du auch dann noch Zeit für Jesus?

David erzählte eine bewegende Geschichte von einem jungen Ehepaar, das Nachwuchs erwartet hat. Bei einer Routineuntersuchung stellte sich heraus, dass das ungeborene Kind nicht völlig gesund war und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach der Geburt nur wenige Minuten überleben würde. Das junge Paar entschied sich dennoch nicht für eine Abtreibung, sondern betete und vertraute darauf, dass Gott weiß was er tut. Als das kleine Mädchen in diesem Jahr zu Welt kam, starb sie nach zwei Stunden in den Armen ihrer Eltern. Hätten sie nicht allen Grund gehabt, Gott anzuklagen, zu verzweifeln und in diesem Sturm unterzugehen? Doch das taten sie nicht. Die beiden hatten, trotz des großen Schmerzes und der Trauer, eine tiefe Ruhe und Frieden in dieser Situation.

Wie haben sie es überstanden? Sie haben es überstanden, weil sie sich im größten Sturm Zeit nahmen, um zu Jesus Füßen zu sitzen und bei ihm und seinem Wort Ruhe zu finden.

Weiter oben hast du gelesen: „Wenn wir Jesus keinen Raum schenken, dann werden wir ruhelos. Wenn wir keine Ruhe finden, werden wir krank.“ Die ganze Wahrheit ist: „Wenn wir Jesus Raum schenken, finden wir Ruhe, selbst in der stürmischsten Phase unseres Lebens, und er macht uns heil. Und vielleicht wird er nicht deine Situation verändern, aber er steht sie mit dir zusammen durch.“

 

Die Predigt in voller Länge:

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