#STRUGGLES – Teil 3: #zuFRIEDENheit

Zufriedenheit ist eine Entscheidung – und nichts, womit du geboren wirst. Diese Aussage setzte Dom am vergangenen Sonntag über seine dritte Predigt in der Reihe #STRUGGLES. Stimmst du zu?

Wie oft vergleichen wir uns mit dem, was andere haben, erreichen oder tun? Und wie oft stimmt uns so ein Vergleich zufrieden? Selten. Wäre es nicht so viel angenehmer, ein Leben zu führen, das frei von Vergleich und Neid ist, dafür aber voller Zufriedenheit?

Paulus, der Mann, dem wir die meisten Kapitel im neuen Testament verdanken, war dazu in der Lage. Im Gefängnis, angekettet an eine Steinwand, schrieb er:

Philipper 4, 10-13: Ich freue mich sehr und danke Gott, dass ihr euch wieder um mich sorgt! Ich weiß, dass ihr immer um mich besorgt wart, aber eine Zeit lang hattet ihr keine Gelegenheit, mir zu helfen. Nicht, dass ich etwas gebraucht hätte! Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Ob ich nun wenig oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel leiden. Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. 

Echte Freiheit und Zufriedenheit hat nichts mit unseren äußeren Umständen zu tun, sondern mit unserer Haltung. Paulus lag in Ketten als er diese Worte schrieb – physisch gesehen war er also nicht frei. Und doch war er zufrieden mit dem, was er hatte.

„Die 10 Gebote der Zufriedenheit“

Wenn du heute, morgen oder in Zukunft mit Unzufriedenheit kämpfst, dann erinnere dich an Paulus. Das vierte und letzte Kapitel seines Briefs an die Philipper können wir in „10 Gebote der Zufriedenheit“ übersetzen, die uns im Alltag mehr als nützlich sind:

1. DU SOLLST DARAN DENKEN, DICH ZU FREUEN!

Philipper 4,4: Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!

Wir vergessen im Alltag schnell, dankbar zu sein und lassen uns von Sorgen, Unzufriedenheit oder Unmut überrollen. Deshalb betont Paulus hier gleich zwei mal, wie wichtig die Freude an Gott ist – immer! Du entscheidest, mit welcher Haltung du deine Umstände betrachtest und mit ihnen umgehst.

2. DU SOLLST KEINE BITTERKEIT HABEN

Paulus verbrachte viel Zeit im Gefängnis. Doch zu keinem Zeitpunkt saß er im Gefängnis der Bitterkeit. In den Versen 10-13 bringt er zum Ausdruck, dass ihm klar war, dass seine Freunde ihm nicht helfen konnten. Es ging einfach nicht. Doch er nahm es ihnen keinesfalls übel oder war gar beleidigt. Diese Haltung ist ein wichtiger Schlüssel für ein zufriedenes Leben.

3. DU SOLLST DANKBAR IN JEDER LEBENSPHASE SEIN

„Ob ich nun wenig oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden.“ Mehr ist nicht gleich mehr, richtig? Mach es wie Paulus: Lerne, dankbar zu sein, für das was du hast!

4. DU SOLLST EIN GEHEIMVERSTECK HABEN!

In Vers 11 schreibt Paulus: „Nicht, dass ich etwas gebraucht hätte! Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe.“ Stell dir vor, du kannst mit Überzeugung sagen „Ich brauche nichts!“ Weil du nämlich ein kleines Geheimversteck hast. Bezogen auf dein Leben als Christ bedeutet das: Füll dich mit Gottes Wort und lass dich von seinem Heiligen Geist füllen. Warte nicht auf den Sonntagmorgen, um dich im Gottesdienst füllen zu lassen – sondern komm satt! Du bist nicht angewiesen auf das Lob, die Anerkennung und Wertschätzung anderer, um Jesus zu dienen – auch wenn diese Dinge wohltuend und schön sind. Aber du brauchst sie nicht, wenn du daran denkst, deine Geheimverstecke regelmäßig aufzufüllen.

5. DU SOLLST NICHT DIE VERSORGUNG MIT DER QUELLE VERWECHSELN!

In einer anderen Übersetzung des Philiperbriefs heißt es in Vers 10: „Ich habe mich aber sehr gefreut im Herrn, dass ihr euch wieder so weit erholt habt, um für mich sorgen zu können.“ Paulus weiß, dass es seinen Freunden nur mit Gottes Hilfe möglich war, ihn zu untestützten. Es ist wichtig zu verstehen, dass alles, was wir haben und leisten können, von Gott kommt. Vielleicht hast du einen wunderbaren Freund, der Worte der Ermutigung und des Trostes mitten in dein Herz spricht. Dieser Freund ist die Versorgung – nicht die Quelle.

6. DU SOLLST DEINE ENTTÄUSCHUNGEN NICHT VERHARMLOSEN!

Du kannst enttäuscht und zufrieden zur selben Zeit sein. Paulus saß zu Unrecht im Gefängnis und wartete auf seinen Prozess. Eine enttäuschende Situation, der er aber erlaubt hat, seine  Perspektive zu verändern. Enttäuschung kann die Richtung deines Lebens verändern doch du kannst dich dennoch für die Zufriedenheit entscheiden. Wie? So:

7. DU SOLLST ERKENNEN

8. …LOSLASSEN

9. … EMPFANGEN

10. … BLEIBEN!

Philipper 4,19: Aus seinem großen Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht. 

Erkenne den Segen, den Gott in dein Leben legen möchte. Lass Groll, Ärger und Bitterkeit los. Sei bereit, Gottes Liebe anzunehmen und zu empfangen und bleib fest mit ihm verbunden!

 

Die Predigt in voller Länge:

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