#STRUGGLES – TEIL 2: #CLICKINGISNOTLOVING

Mitleid unterbricht deinen Alltag, es kostet dich etwas und es verändert Leben! In Teil 2 unserer Predigtreihe #STRUGGLES hat Dom uns aufs Neue herausgefordert: Was bedeutet Mitleid in Zeiten von Social Media? Und warum ist Mitleid so viel mehr, als ein Like in den sozialen Netzwerken?

Keine Frage: Social Media kann unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen lenken und unser Mitleid wecken. Erinnerst du dich an die Ice Bucket Challenge? Mit dieser viralen Kampagne kamen innerhalb kürzester Zeit 40 Millionen US Dollar zur Bekämpfung der Krankheit ALS zusammen – Wahnsinn!

Und doch hat Social Media auch einen ganz anderen Effekt: Eine Langzeitstudie über 30 Jahre hat gezeigt, dass sich Menschen in unserer Generation 40% weniger um andere kümmern als noch in den 80er Jahren. Ein Grund dafür: Die immer stärkere Nutzung von Social Media. Warum halten uns die Sozialen Medien heute davon ab, echtes Mitgefühl zu entwickeln und zu handeln?

  1. Dank Facebook, Instagram & Co. beschäftigen wir uns immer mehr mit uns selbst.
  2. Der ständige Informationsfluss über Leid desensibilisiert uns.
  3. Der Mangel an persönlichem Austausch macht es leichter, sich nicht zu kümmern.

Da ist viel Wahres dran, oder? Die wichtigere Frage ist aber: Was lehrt uns das Jesus’ Leben über Mitleid? Die Antwort ist einfach: Jesus Handeln war gelenkt von seiner unendlichen Liebe zu den Menschen und dem Mitleid, dass er für sie empfand.

Markus 1:40-41: Einmal kam ein Aussätziger zu Jesus. Er fiel vor ihm auf die Knie und bat: »Wenn du willst, kannst du mich heilen!« Jesus hatte Mitleid mit dem Mann. Deshalb streckte er die Hand aus, berührte ihn und sagte: »Das will ich! Sei gesund!«

Echtes Mitleid erfordert Handeln!

Mitleid bedeutet nicht, dass du durch deinen Instagram Feed scrollst und dir überlegst: Gebe ich ein Like für die traurige Situation dieses Menschen? Nein, echtes Mitleid erfordert dein Handeln! Die Verse 40 und 41 aus Markus 1 sind dafür bezeichnend. Jesus hatte Mitleid – und darauf folgt seine unmittelbare Handlung: Er streckt die Hand aus, berührt ihn und spricht ihn frei von seinem Leid. Dies ist nur eines von so vielen Beispielen, in denen Jesus’ Mitleid zu seinem Handeln führte.

Wann hast du zum letzten Mal auf etwas verzichtet, um einem anderen zu helfen? Wann hast du jemanden finanziell unterstützt, obwohl es dich ernsthaft etwas gekostet hat? Unser Leben dreht sich viel zu oft um uns und viel zu selten um Jesus. Doch Fakt ist: Wenn wir Jesus nah sind, beeinflusst das die Art und Weise, wie du Menschen begegnest. Bist du bereit für echtes Mitleid? Dann denk an diese drei Punkte:

1. Mitleid unterbricht deinen Alltag.

Ja, Mitleid zu haben, passt nicht in unseren vollgepackten Kalender – vor allem dann nicht, wenn Mitleid unser Handeln erfordert. Eine so berührende Geschichte über Mitleid ist die von Bill Wilson. Er wurde als 12 Jähriger von seiner Mutter in New York im wahrsten Sinne des Wortes ausgesetzt. Ganze drei Tage harrte der kleine Junge an der Stelle aus, an der er seine Mutter zum letzten Mal gesehen hatte. Niemand hielt an, niemand fragte, was los ist. Nach drei Tagen hielt ein Mann an, nahm den Jungen auf und ermöglichte es ihm, Gott kennenzulernen. Heute leitet er eine Kinderarbeit mit 200.000 Kindern. Das Unglaubliche: Der Mann, der damals angehalten hat, war auf dem Weg ins Krankenhaus zu seinem eigenen Kind. Doch er hat seinen Alltag unterbrechen lassen, weil er Mitleid hatte.

2. Mitleid kostet dich etwas

Jesus strecke seine Hand nach dem Aussätzigen aus, weil er Mitleid hatte. Er klickte nicht einfach auch „Like“ und ging weiter. Wenn wir uns nach denen ausstrecken, die unser Mitleid und unser Handeln so dringend brauchen, wird uns das Immer etwas kosten – sei es Zeit, Geld, Nerven oder Schlaf. Doch es lohnt sich, denn…

3. Mitleid verändert Leben!

Weil Jesus Mitleid hatte, wurden Kranke geheilt, Blinde konnten wieder sehen, Gelähmte konnten wieder laufen. Du kannst Leben verändern!

Wir wollen eine Kirche sein, die genau das tut. Wir wollen bereit sein, uns in unserem Alltag unterbrechen zu lassen, einen Preis zu zahlen und zu sehen, wie sich Menschenleben verändern.

 

Die Predigt in voller Länge:

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