Rooted in der Kirche | Teil 3 der Predigtreihe Rooted

Woran denkst du, wenn du das Wort Kirche hörst? Vielleicht an ein Gebäude? Oder an Traditionen? An Familie, Freunde…? Das was du über Kirche denkst, prägt sehr stark, wie du Kirche lebst. Was also ist die Kirche? Um diese Frage zu beantworten, wollen wir einen Blick auf die allererste Kirche überhaupt werfen, die nach Jesus’ Tod und Auferstehung entstand:

Die Jünger Jesu saßen an einem Morgen, einige Zeit nachdem Jesus nach seiner Auferstehung die Erde verlassen hatte, zusammen und beteten. An diesem Morgen erlebten sie den Heiligen Geist und er hat sie befähigt, das zu tun, wozu Gott sie berufen hatte: Seine Kirche zu bauen. Mehr dazu lesen wir in der Apostelgeschichte:

Apostelgeschichte 2:42-47 Alle, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterweisen und lebten in enger Gemeinschaft. Sie feierten das Abendmahl und beteten miteinander. Eine tiefe Ehrfurcht vor Gott erfüllte alle Menschen in Jerusalem, und er wirkte durch die Apostel viele Zeichen und Wunder. Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. Wenn es an irgendetwas fehlte, war jeder gerne bereit, ein Grundstück oder anderen Besitz zu verkaufen und mit dem Geld den Notleidenden in der Gemeinde zu helfen. Tag für Tag kamen die Gläubigen einmütig im Tempel zusammen und feierten in den Häusern das Abendmahl. In großer Freude und mit aufrichtigem Herzen trafen sie sich zu den gemeinsamen Mahlzeiten. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk geachtet und anerkannt. Die Gemeinde wuchs mit jedem Tag, weil der Herr viele Menschen rettete.

Dom berichtete an dieser Stelle der Predigt von seinen eigenen Erfahrungen mit Kirche, die ihn entscheidend geprägt haben. Mit der Zeit hat sich vor allem ein Gedanke gefestigt: Der Wunsch, eine Kirche zu bauen, die wirklich mit Leidenschaft und Hingabe etwas bewegt – so wie es die erste Gemeinde vor mehr als 2000 Jahren tat.

Kirche ist nicht langweilig. Denn die Kirche besteht aus den Menschen, die sie leben. Wenn also jemand behauptet, Kirche sei langweilig, dann liegt das an den Menschen, die er als Kirche wahrnimmt. Was siehst du in der Kirche? Hier drei Gedankenanstöße dazu:

1. Kirche ist das Haus Gottes

Nur aus einem Grund feiern wir Gottesdienst und beten Gott im Lobpreis an – es ist sein Haus. Das wollen wir ihm zeigen. Folgende zwei Bibelstellen verdeutlichen, welchen Stellenwert Gemeinde für uns hat:

1. Timotheus 3:15 (…) Die Gemeinde des lebendigen Gottes ist der tragende Pfeiler und das Fundament der Wahrheit.

Epheser 2:20-21 Als Gemeinde von Jesus Christus steht ihr auf dem Fundament der Apostel und Propheten. Doch der Grundstein, der dieses Gebäude trägt und zusammenhält, ist Jesus Christus selbst. Durch ihn sind die Bauteile untereinander fest verbunden und wachsen zu einem Tempel des Herrn heran.

2. Kirche ist Familie

Wir sind für Beziehungen geschaffen. Gott hat uns nicht zu isolierten Wesen gemacht, sondern das Verlangen in uns begründet, Teil von etwas Größerem zu sein. In den Versen über die erste Gemeinde aus der Apostelgeschichte lesen wir, dass „die Gläubigen wie in einer großen Familie“ lebten. Jesus selbst ist uns hier das beste Beispiel: Er hat sich in Menschen investiert, hat mit ihnen das Leben geteilt – ganz gleich wie unvollkommen sie waren. Genau das sollten wir als Gemeinde auch tun.

Psalm 68:5-7 Musiziert zu Gottes Ehre, besingt seinen Namen! Ebnet den Weg für den, der auf den Wolken reitet: »Herr« ist sein Name. Jubelt ihm zu! Ein Anwalt der Witwen und ein Vater der Waisen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Den Einsamen gibt er ein Zuhause, den Gefangenen schenkt er Freiheit und Glück.

Wir setzen uns für Menschen ein, die keinen Hoffnung haben. Wir wollen denen, die einsam sind, ein Zuhause geben. Deshalb machen wir Kirche. Wir sind keine geschlossene Familie – unsere Türen sollen offen sein für jeden. Dom wünscht sich für unsere Kirche, dass sie ein Querschnitt unserer Stadt ist, so dass du nie weißt, neben wem du am Sonntag im Gottesdienst sitzen wirst: Unternehmer oder Obdachloser? Mit weniger geben wir uns nicht zufrieden. Wir werden einen Unterschied machen, als Werkzeuge Gottes.

3. Die lokale Kirche ist die Hoffnung der Welt

Bevor Jesus ging, versprach er, seine Gemeinde zu bauen:

Matthäus 16:18 Ich sage dir: Du bist Petrus. Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und selbst die Macht des Todes wird sie nicht besiegen können.

So vieles ist vergänglich. Milliardenschwere Unternehmen verschwinden von heute auf Morgen. Doch Kirche ist es nicht. Diese Zuversicht dürfen wir haben, weil wir wissen, wer hinter all dem steht, wer sozusagen der „Baumeister“ ist. Und Gott möchte dich dazu gebrauchen. Er hat dich einzigartig geschaffen, um seine Kirche zu bauen. Lass dir dieses Abenteuer nicht entgehen! 

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