Predigtreihe Rooted: Hat deine Seele einen Anker?

„Gute Vorsätze ohne Routine sind wie ein Porsche ohne Benzin – sie bringen dich nirgendwo hin.“ Mit diesem Einstieg traf Dom am letzten Sonntag bei der absoluten Mehrheit der Gottesdienstbesucher ins Schwarze. Denn genau so ist es doch: Uns nützen die besten Absichten nichts, wenn wir nicht einen Weg finden, sie umzusetzen. Und manchmal, wenn wir schon glauben, auf einem guten Weg zu sein, ist plötzlich ein Stolperstein nach dem anderen da. Einfach so, mitten auf unserem Weg. Dann brauchen wir etwas, an dem wir festhalten können. Etwas, das uns durchhalten lässt, obwohl wir kurz davor sind, aufzugeben: Einen Anker für unsere Seele. 

Hebräer 6:13-20 Als Gott Abraham sein Versprechen gab, da bekräftigte er seine Zusage mit einem Eid. Und weil niemand über Gott steht und diesen Eid Gottes beglaubigen konnte, schwor Gott bei sich selbst. Er versprach Abraham: »Du kannst dich fest darauf verlassen: Ich werde dich überreich mit meinem Segen beschenken und dir viele Nachkommen geben.« Abraham wartete geduldig; und schließlich ging in Erfüllung, was Gott ihm versprochen hatte. Menschen schwören einen Eid, um ihre Aussage zu bekräftigen und um mögliche Zweifel auszuräumen. Dabei berufen sie sich auf eine Autorität über ihnen. Auch Gott hat sein Versprechen mit einem Eid bekräftigt. So haben wir, denen seine Zusagen gelten, die unumstößliche Gewissheit, dass er sie auch einlöst. Und weil Gott niemals lügt, haben wir jetzt zwei Tatsachen, auf die wir uns felsenfest verlassen können. Gottes Zusage und sein Eid ermutigen und stärken alle, die an der von Gott versprochenen Hoffnung festhalten. Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. Dorthin ist uns Jesus vorausgegangen. Er ist unser Hoherpriester für alle Zeiten – wie es Melchisedek war.

Diese Verse aus dem Hebräerbrief enthalten einerseits die starke Ermutigung, an der von Gott versprochenen Hoffnung festzuhalten und andrerseits die wichtige Aussage: Jesus ist genug. 

Wenn du heute die Menschen in deinem Umfeld fragst, was ihr „Anker“ ist, bekommst du vielleicht zu hören, dass die getroffenen Maßnahmen in Sachen Altersvorsorge oder das abbezahlte Haus ihr Anker seien. Das klingt zwar logisch, doch gleichzeitig auch ein wenig „löchrig“. Denn: Etwas ohne Seele kann jemandem mit Seele nicht helfen. Nun gibt es es andere Antworten auf die Frage nach dem persönlichen Anker: Die Ehefrau, der Ehemann, die Familie. Doch auch die sind nicht ausreichend. Warum? Die Seele der Menschen, die dir so nahe stehen, ist ebenso verletzlich und unperfekt wie deine Eigene. Wir brauchen also jemanden mit einer Seele, mit einem Herz, das unserem ähnlich ist und uns versteht – aber mit einem entscheidenden Unterschied: Die Seele unseres Ankers ist perfekt, rein und so viel größer als wir. Jesus ist dieser Anker für deine Seele. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. 

Johannes 14:16 Jesus antwortete: »Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.

Ein kleines Gedankenspiel, um den Begriff des Ankers noch besser zu verstehen: Was würde passieren, wenn wir Anker gegen „Hubschrauber“ tauschen? Würde Jesus uns dann einfach so aus jeder misslichen Lage herausholen? Würde das bedeuten, dass wir die Umstände einfach hinter uns lassen oder sie sich ohne Weiteres zu unserem Vorteil verändern? Nein, so ist es nicht.

Jesus ist ein Anker, der uns in stürmischen Zeiten Halt gibt. Die Umstände bleiben. 

Matthäus 14:29-31 »Komm her!«, antwortete Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging Jesus auf dem Wasser entgegen. Kaum war er bei ihm, da merkte Petrus, wie heftig der Sturm um sie tobte. Er erschrak, und im selben Augenblick begann er zu sinken. »Herr, hilf mir!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegen, hielt ihn fest und sagte: »Vertraust du mir so wenig, Petrus? Warum hast du gezweifelt?«

Ja, wir dürfen auch zweifeln, auch es in unserem Leben turbulent wird und wir nicht verstehen, warum Dinge passieren. Aber wir dürfen auch wissen: Jesus ist mehr, als wir ihm zutrauen. Ein Anker macht schließlich auch dann die beste Arbeit, wenn man ihn nicht sieht. Genauso ist es mit Jesus: Er hält dich fest und gibt dir Sicherheit, er hat einen Plan für dein Leben. Auf ihn kannst du dich verlassen. 

Ein besonderes Highlight unseres Gottesdienstes: Neun Menschen haben ein Zeugnis darüber gegeben, was Jesus in ihrem Leben verändert hat – ohne zu sprechen, nur mit Hilfe von beidseitig beschriebenen Kartons („Cardboard Testimony“). Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihr Zeugnis mit uns geteilt haben!

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