Lauf das Rennen! Gastpredigt von Dave Ayling

Es ist einfach, einen Marathon zu starten – die Herausforderung ist, ihn auch zu beenden. Am vergangenen Sonntag nahm uns Dave Ayling mit in eine Story von John Stephen Akhwari, der 1968 für Tansania bei den Olympischen Spielen in Mexiko als Marathon-Läufer startete. Bei Kilometer 19 stolperte John und verletzte sich am Knie. Doch er stand auf und lief den Marathon bis zum Ende, mit einer Zeit von 3 Stunden und 25 Minuten. Der Sieger beendete den Marathon in  2 Stunden und 20 Minuten. Als John im Ziel ankam, wartete dort noch eine kleine Gruppe von Menschen auf ihn, die ihn anfeuerten. Als sie ihn fragten, warum er durchgehalten hatte, antwortete er: „Mein Land hat mich nicht 5000 Meilen weit geschickt, um den Marathon zu starten – sondern um ihn zu beenden.“

In unserem Leben als Christen entdecken wir oftmals Parallelen zu Johns herausforderndem Rennen: Wir starten „einfach“, aber es ist hart, bis zum Ende durchzuhalten. Bevor du weiterliest, folge bitte diesem Link und lies Hebräer 12,1-3.

In diesen Versen gibt uns der Verfasser des Briefs an die Hebräer wichtige Ratschläge für unser „Rennen als Christen“, die heute noch genauso sehr ihre Gültigkeit haben wie damals:

Es ist immer jemand da, der  dich anfeuert

Da wir nun so viele Zeugen des Glaubens um uns haben…

Tatsächlich fühlt es sich nicht immer so an, als ob da jemand wäre, der uns anfeuert. Im Gegenteil: An manchen Tagen scheinen wir komplett alleine zu laufen. Doch so ist es nicht. Wenn wir uns umschauen, in unserer Church, an unserem Arbeitsplatz, unter unseren Freunden, dann sind da immer Menschen – oder „Super Athleten“ – die uns daran erinnern, wie wichtig es ist, das Rennen zu laufen. Menschen, die wie John gefallen und wieder aufgestanden sind. Menschen, die uns stärken und anfeuern können, wenn wir es zulassen.

Nicht alles, das gegen Gottes Plan für unser Leben ist, ist gleich eine Sünde

Hebräer 12,1 …lasst uns alles ablegen, was uns in dem Wettkampf behindert, den wir begonnen haben – auch die Sünde, die uns immer wieder fesseln will… 

Es gibt Dinge in unserem Leben, die uns abhalten, unser Rennen zu laufen, ohne dass diese Dinge gleich Sünde sein müssen. Ablenkung, Entmutigung und Enttäuschung zählen dazu. Drei Phänomene, die jeder von uns ohne Zweifel kennt. Was aber zählt ist, dass wir ehrlich mit uns und Gott sind und Dinge, die uns abhalten, bewusst ablegen. Wie schnell kann beispielsweise unsere Enttäuschung über eine Situation zu Verletzung führen – und mit Verletzung lässt es sich nur schwer weiterlaufen.

Lauf dein eigenes Rennen

Hebräer 12,1 … Mit Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten.

In einer englischen Übersetzung dieses Verses lesen wir „And let us run with perseverance the race marked out for us.“ „The race marked out for us“ heißt es hier – es kommt eine persönliche Note dazu: Gott hat unser Rennen personalisiert. Wir sollten also nicht darauf schauen, auf welche Art und wie schnell andere ihr Rennen laufen, denn es gibt dieses eine, spezielle Rennen, das nur du laufen kannst! Und zwar in deiner eigenen Geschwindigkeit, in deinem individuellen „Laufstil“ und, ganz wichtig: Mit einer aufrichtigen Motivation. Gott kennt dein Herz und weiß, warum du tust, was du tust. Paulus Worte beschreiben das gut:

1. Korinther 9,25-26: Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. Ich weiß genau, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Ich laufe und habe dabei das Ziel klar vor Augen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere.  

Deine Vision ist entscheidend, um das Rennen zu beenden

Hebräer 12,2: Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind. Weil große Freude auf ihn wartete, erduldete Jesus den Tod am Kreuz und trug die Schande, die damit verbunden war. Jetzt hat er als Sieger den Ehrenplatz an der rechten Seite Gottes eingenommen. 

John Akhwari, unser Marathonläufer, rannte nicht, weil er eine Medaille im Blick hatte – er rannte für sein Land, für die Leute, die ihn geschickt hatten. Und das ist der Punkt: Manchmal scheint es, als wollten wir in unserem Leben mehr Sieger als Jünger sein und eher erfolgreich als treu im Glauben. Dreht sich nicht manchmal sogar so vieles nur darum, WAS wir für Gott tun wollen und weniger darum, was ER FÜR UNS getan hat? Der Verfasser des Hebräerbriefs fordert uns auf, unseren Blick nur auf Jesus zu richten. Denn er hilft uns, und zu fokussieren, unsere Müdigkeit zu überwinden und er hält uns davon ab, aufzugeben. 

Pin It on Pinterest

Share This