JESUS IST MEIN FREUND

21. März 2019

Hast du schon mal spontan einen Freund mit nach Hause gebracht, obwohl bei dir das Chaos herrscht? Hast du vielleicht von unterwegs deine Frau oder deinen Mann angerufen und gesagt: „Schatz, ich bin’s, ich habe hier gerade Max und Anna getroffen und weißt du was? Sie kommen jetzt mit zu uns zum Abendessen!“ Und am anderen Ende der Leitung ist ein verzweifeltes Hier-siehts-aus-wie-im-Saustall-Geräusch zu hören. Mit etwas Glück ist dann, bis du mit Max und Anna zu Hause ankommst, das schmutzige Geschirr im Kleiderschrank gelandet und der Kleiderhaufen unterm Bett verschwunden… Alles schnell versteckt und den Anschein von Perfektion herbeigezaubert. Mit Gott machen wir das oft ähnlich. Doch, guess what: Es ist sinnlos, Dinge vor Gott verstecken zu wollen – er kennt dich besser als du selbst! 

Mit dieser wahren Anekdote aus dem Leben eines Pastors ist Dom am Sonntag in unsere neue Predigtserie JESUS IST________. eingestiegen. Bevor du weiterliest, lies bitte folgende Verse: 

Lukas, 19:1-10 und Römer 5:6-8

Die Story von Zachäus zeigt, warum Jesus zu seiner Zeit mit so viel Unverständnis zu kämpfen hatte: Er ging an Orte und zu Menschen, die so anders als der gesellschaftlich akzeptierte Standard waren. Warum? Weil Gott eigenständig ist. Wir sind es nicht. Bei so vielem, was wir tun und sagen, denken wir zuallererst daran, was die Menschen um uns herum von uns denken könnten. 

Was ist an diesem Tag mit Zachäus passiert? Er war Zöllner – also so ungefähr auf einer Stufe mit Dieben und Zuhältern. Er selbst fand sich wahrscheinlich ziemlich cool, schließlich konnte er sich alles leisten. Allerdings war er nicht sonderlich groß geraten und musste auf einen Baum klettern, um Jesus sehen zu können, denn das wollte er unbedingt. Wahrscheinlich war er, so wie die vielen anderen Menschen an diesem Tag, fasziniert und angezogen von Jesus’ imposantem Ruf, der ihm vorauseilte. Und mehr noch: Er wollte gesehen werden. Genau so, wie wir als Christen auch oft gesehen werden wollen. Wir denken, wenn wir es nur noch ein Stückchen höher, weiter, schneller schaffen, dann ist Gott richtig beeindruckt.

Und Jesus sieht Zachäus – so, wie er dich und mich sieht. Doch die Tatsache, dass Zachäus einen Baum erklommen hat, beeindruckt ihn nicht, denn er hat eine simple Message für Zachäus: „Komm schnell herunter!“ Etwas, das Gott auch uns zuruft: „Komm herunter und hör auf, nur auf dich selbst, deine Talente, deinen materiellen Besitz zu bauen.“ Wenn wir hier noch einmal an unsere Anekdote vom spontanen Besuch denken, könnte das auch heißen: „Hör mal auf, all deinen Schmutz unter den Teppich zu kehren, hör auf, alles perfekt aussehen zu lassen. Ich bin jetzt hier und du brauchst mich. Lass uns zusammen aufräumen.“

Jesus lädt sich kurzerhand bei Zachäus zum Essen ein und diese Begegnung verändert für Zachäus alles. Er beginnt zu begreifen, wie viel Unrecht er den Menschen, die er betrogen und bestohlen hat, angetan hat und er möchte etwas verändern. Und das nicht, weil Jesus es ihm vorgibt, sondern weil Jesus sein Herz berührt und verändert hat. 

Zachäus aber wandte sich an Jesus und sagte: »Herr, ich werde die Hälfte meines Vermögens an die Armen verteilen, und wem ich am Zoll zu viel abgenommen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.« Da entgegnete ihm Jesus: »Heute hat Gott dir und allen, die in deinem Haus leben, Rettung gebracht. Denn auch du bist ein Nachkomme von Abraham.

Lukas 19:8-9

Großzügigkeit, Hingabe, gesunde Moralvorstellungen und Beziehungen, Vergebung… als das sind Dinge, für die wir als Kirche einstehen. Doch es sind auch Dinge, die wir äußerlich perfekt aussehen lassen können, obwohl es in uns ganz anders aussieht. Eine Begegnung mit Jesus kann das verändern und überall da, wo heute noch unser Chaos herrscht, „Ordnung“ schaffen. Wie? Indem wir uns auf Jesus fokussieren, indem wir Teil seiner Story werden und ihn nicht nur zu einem kleinen Teil unserer Story machen. Indem wir zulassen, dass Jesus unser Freund ist, vor dem wir absolut nichts verstecken müssen. 

Du und ich, wir sind Zachäus. Wir verlassen uns auf das, was wir können und haben und versuchen, dabei alles möglichst perfekt aussehen zu lassen. Bis zu dem Tag, an dem wir zulassen, dass Jesus uns wirklich begegnet und uns zuruft „Komm herunter“. 

Diese Liebe zeigt sich darin, dass Christus zur rechten Zeit für uns gottlose Menschen gestorben ist. Als wir noch hilflos der Sünde ausgeliefert waren, hat er sein Leben für uns gegeben.

Römer 5:6

Du möchtest die Predigt noch einmal in voller Länge hören? Hier geht’s zum Podcast!


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