JESUS IST GNADE

4. April 2019

Diese eine Frage stellen wir uns alle früher oder später einmal: „Was bin ich eigentlich wert?“ Vielleicht stellst du die Frage auch anders: „Wer bin ich? Was macht mich aus?“ Doch der Kern bleibt unverändert: WERT. Die Welt, in der wir leben, bietet uns scheinbar viele Kriterien, anhand derer wir unseren Wert bestimmen können: Unsere Leistung, unser Status, unser Job, unsere Follower auf Instagram und und und. All diese Kriterien haben eins gemeinsam: Deinen Wert musst du dir verdienen. Bei Gott ist das nicht so. Und die Geschichte vom verlorenen Sohn ist eine von vielen in der Bibel, die das eindrücklich belegen.

Bitte lies Lukas 15:11-24. 

Warum erzählt Jesus diese Geschichte von dem Sohn, der sein ganzes Erbe verschleudert und dann, trotz allem, von seinem liebenden Vater in die Arme geschlossen wird? 

Immer wieder kamen viele Zolleinnehmer und andere verrufene Leute zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und Schriftgelehrten ärgerten sich und schimpften: »Mit welchem Gesindel gibt der sich da ab! Er isst sogar mit ihnen!«

Lukas 15:1-2 

Jesus erzählt diese Geschichte, um klar zu machen, warum ein perfekter, heiliger, gerechter Gott Zeit mit „schlechten“ Menschen verbringt – mit Menschen, die nach weltlicher Sicht nichts „wert“ waren, weil sie sich absolut nichts verdient hatten. Die Schriftgelehrten und Pharisäer, die sich über Jesus ärgerten, dachten genauso. Sie selbst hatten alles getan, um nach dem Gesetz zu leben und konnten nun nicht verstehen, warum Jesus sich ausgerechnet den Nichtsnutzen zuwandte. 

Im selben Kapitel erzählt Jesus auch von dem Hirten, der 100 Schafe hatte, dann bemerkte, dass eins fehlt und die anderen stehen lies, um dieses eine zu suchen. Auch das passt nicht in unsere Logik: Wer riskiert denn Bitteschön 99 Schafe, nur um ein einziges zu suchen? Gott denkt anders, weil Menschen für ihn unendlich wertvoll sind. Den Wert, den wir bei Gott einnehmen, können wir nur verstehen, wenn wir das Geschenk seiner Gnade annehmen – wir können es uns nicht verdienen. Errettung kannst du nicht verdienen – nur annehmen. 

Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk.

Epheser 2:8-9

Am Beispiel des verlorenen Sohns wird dieses Geschenk besonders deutlich: Er kehrt zurück, bettelarm und mit dem Gefühl, versagt zu haben. „Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert. Lass mich bitte als Arbeiter bei dir bleiben!“ sagt er zu seinem Vater, weil er sich sicher ist, jeden Wert verloren zu haben. Doch was tut sein Vater? Er fällt ihm um den Hals, er küsst ihn, lässt ihm das schönste Gewand, Schuhe und Schmuck bringen und schmeißt eine Party. 

Warum sind wir so wertvoll für Gott? 

Die Antwort finden wir bereits in der Schöpfung: 

Dann sprach Gott: Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist!

1. Mose 1:26

Gott hat dich nach seinem Abbild geschaffen und er wird alles dafür tun, sein Abbild in dir zu sehen. Ganz gleich, was du mit deinem Leben schon alles angestellt hast: Er möchte dich verändern, dich (wieder-) finden, dir begegnen. 

Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen.

Markus 10:15 

Gottes Liebe und Gnade ist unverdient – sie wird dir einfach geschenkt, so wie man einem Kind etwas schenkt. Was wir lernen und verstehen müssen, ist dieses Geschenk für uns anzunehmen. So wie der Vater seinem verlorenen Sohn entgegenläuft, um ihn zu umarmen, so läuft Gott auch dir und mir entgegen, um uns in die Arme zu schließen. Aber das Gefühl, uns Gottes Liebe erst verdienen zu müssen, hält uns oft davon ab, Gottes weit ausgebreitete Arme zu sehen und uns hinein fallen zu lassen.

Doch Jesus nachzufolgen startet und endet in seinen Armen. Unser Gebet für dich ist, dass du verstehst, dass Gott Gnade ist und dass er dir entgegenläuft, seine Arme ausbreitet, dir Wert zuspricht und du all das annehmen darfst.


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