Hör‘ das Wort Gottes | Dave Ayling

12. Dezember 2019

Am vergangenen Sonntag hatten wir das große Privileg, Pastor Dave Ayling aus der Derby City Church in England zu Gast zu haben. Dave und seine Frau Julia sind die Pastoren von Dom und Sarah und haben die beiden während ihrer Zeit in England geprägt und für ihren heutigen Dienst mit viel Weisheit, Liebe und Mut ausgestattet.

Dave hat uns eine starke Message mitgebracht! Bevor du die Zusammenfassung liest, schlag bitte deine Bibel auf (offline oder online) und lies Hesekiel 37:1-15.

Hesekiel hat in seinem Leben zahlreiche Offenbarungen von Gott bekommen und er hat sie genutzt, um in das Leben der Menschen zu sprechen. So auch diese: Gott bringt Hesekiel im Geist in ein Tal voller toter, trockener Knochen und fordert ihn heraus, zu diesen Knochen zu sprechen und ihnen zu sagen: „Hört was der Herr euch sagt. Ich bringe Geist in euch zurück und mache euch wieder lebendig! Ja, das verspreche ich, Gott, der Herr.“ (Hesekiel 37:4-5) Hesekiel tat, wie Gott es ihm befohlen hatte und Gott hauchte den toten Knochen seinen Lebensgeist ein – sie wurden zu lebendigen Menschen, so unüberschaubar viele wie ein ganzes Heer. Was für eine Offenbarung für Hesekiel, in der auch eine unserer größten Herausforderungen als Christen steckt: Kann unser Glaube uns an Orte führen, an denen wir sehen, was unsere Augen jetzt noch nicht sehen?

Gott fordert uns heraus, mehr als das Sichtbare zu sehen

Ist unser Glaube stark genug, dass wir uns auf das fokussieren, was Gott uns zusagt und verspricht – statt nur auf das, was jetzt offensichtlich ist? Gott fordert dich als Nachfolger Jesu‘ heraus, mehr als das Sichtbare zu sehen. Das ist deine Berufung, denn du bist berufen, im Glauben, nicht im Schauen, zu leben. Glaube ist die Gewissheit der Dinge, die wir jetzt noch nicht sehen. Alles was Hesekiel sah, waren tote Knochen. Doch Gott fragte ihn: „Können diese Knochen leben?“

Was siehst du jetzt gerade? Was du siehst, beeinflusst die Art und Weise, wie du lebst und bestimmt die Richtung deines Lebens. Auch wenn es manchmal so ist, dass wir nichts als tote Knochen, Probleme, Zweifel und Sorgen sehen, beruft Gott Menschen, mehr als das Sichtbare zu sehen. Er beruft dich. Möchtest du mehr sehen als deine Probleme, als deine Krankheit, deine emotionale Stabilität, als deine eingeschränkten finanziellen Ressourcen, als deinen aktuelle Karriere-Status? All das definiert unsere Realität – doch Gott hat mehr als das. Gott möchte, dass du mehr als deine Beschränkungen siehst. Gott möchte, dass du das Unsichtbare siehst, das Unmögliche – das, was bei Gott möglich ist.

Was Gott sagt, ist entscheidend für deine Zukunft

Kannst du erkennen, was Gott gerade in deinem Leben tut? Mit seiner Offenbarung wollte Gott Hesekiel etwas über das Volk Israel lehren. Denn dieses war in Gefangenschaft und seine Zukunft schien ausweglos. Gott forderte Hesekiel heraus: Konnte sich Hesekiel wirklich vorstellen, dass sich das ändern würde?

Manche von uns schauen heute vielleicht auf Träume, die gestorben sind. Auf Pläne, die wir nicht in die Tat umgesetzt haben. Auf Situationen, in denen wir gescheitert sind. Auf Umstände, in denen wir gefangen scheinen. Doch Gott fragt auch dich: „Können diese Knochen leben? Können diese Träume zurückkommen. Kann ich in deiner Situation noch immer arbeiten?“ Manchmal vergessen wir, was Gott uns bereits offenbart hat und wozu er uns bereits berufen hat und lassen es statt dessen zu, dass tote Knochen zu unserer Realität werden. Doch wenn du Jesus von ganzem Herzen nachfolgen möchtest, dann schau genau hin: Auf das, was ewig ist, nicht auf das was jetzt Realität zu sein scheint.

Was Gott zu dir und über dich sagt, ist so entscheidend für dein Leben. Denn wenn du beginnst, auf sein Wort zu hören, wirst du lebendig! Mehr noch: Gott hat dich ausgerüstet, so wie Hesekiel, zu toten Knochen zu sprechen und über sie zu prophezeien. Du bist berufen, in Menschen neues Leben freizusetzen. Wo Sünde zerstört, darfst du Gnade predigen. Wo Süchte Menschen gefangen halten, darfst du Freiheit ausrufen. Wo Krankheit die Hoffnung von Menschen zerstört, darfst du Heilung aussprechen.

Denk einmal an Petrus, der im im Boot sitzt und sieht, wie Jesus auf dem Wasser geht (Mt. 14:22 ff.). Er ruft Jesus zu: „Befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.“ Petrus hatte verstanden, dass er mehr als das Sichtbare sehen muss und dass er sicherer auf dem Wasser mit Jesus wäre, als im Boot ohne Jesus. Was antwortet Jesus ihm? Nicht etwa „Bleib im Boot, Petrus, sei nicht albern.“ Nein! Jesus ruft ihn zu sich auf das Wasser. Er spricht Leben in ihn. Kann es sein, dass du gerade in Gefahr bist, das zu verpassen, wozu Gott dich berufen hat, weil du nicht auf sein, sondern auf die Worte der Menschen hörst, die dir gesagt haben, was du alles nicht kannst?

Das ist es, was Gott sagt!

Ich lasse Sehnen und Fleisch um euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Meinen Atem hauche ich euch ein, damit ihr wieder lebendig werdet. Daran sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

Hesekiel 37:6

Wir alle brauchen mehr von Gottes Wort, als das, was wir an einem Sonntagmorgen im Gottesdienst in uns aufsaugen. Denn es ist doch so: Überall da, wo es nicht Gott, sondern die Welt ist, die unser Leben bestimmt, verpassen wir so viel von dem, was Gott für uns hat. Deshalb müssen wir uns immer und immer wieder aufs Neue mit seinen Wahrheiten für unser Leben füllen. Was also sagt uns Gott?

„Leblose Knochen, hört das Wort Gottes!“ Drei Dinge sagt uns Gott:

  1. Er haucht seinen Lebensatem in uns. Er verspricht uns, dass sein Geist mit uns und durch uns leben wird. Gott macht uns lebendig!
  2. Gott stellt unser Potenzial wieder her. So wie die Knochen begannen, zusammenzuwachsen, mit Sehnen, Fleisch und Haut. Gott belebt, was tot war. Gott hat Gaben und Talente in dich hinein gelegt und er will diese Gaben und Talente immer wieder in dir herstellen und multiplizieren.
  3. Gott stellt deine Berufung wieder her. Er möchte dich freisetzen für alles, was er in dich investiert hat. In Vers 10 lesen wir, dass die zum leben erweckten Knochen Menschen wurden, so unüberschaubar wie eine Armee. Seine Armee, seine Menschen, sein Volk.

Gott nimmt, was leblos war (Knochen), haucht dem Leben ein (Menschen) und stellt das Potenzial wieder her, das dann vereint in einer „Armee“ im Kampf zusammensteht (Kirche!). Es gibt so viele Menschen, die ihre Berufung und das, was sie glauben, dass es ihr Sinn ist, ganz alleine erfüllen wollen. Doch Gott hat uns für Gemeinschaft geschaffen, in der wir füreinander einstehen. „Daran sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“ (Hesekiel 37:6).