Herzschlag 3: Liebe ist kein Geschenk. Liebe ist ein Staffelstab

Zum ersten Mal gab es letzten Sonntag zwei Gottesdienste im Saal 9 des Cinedoms im Mediapark. Der erste Gottesdienst startete um 10:30 Uhr und der Zweite um 12:15 Uhr. Trotz der Vollsperrung der Kölner Innenstadt aufgrund des Köln Marathons waren beide Gottesdienste richtig gut besucht. Hammer!

Der Gottesdienst, der der Dritte in unserer Reihe „Herzschlag“ war, stand unter der Prämisse „Liebe ist kein Geschenk, sondern ein Staffelstab“. Zu Beginn betonte unser Pastor Dom, wie wichtig es ist, Nächstenliebe zu leben und dass eine Kirche kein Gebäude ist, sondern dass es die Menschen der Gemeinde sind, die den Unterschied machen. Wir sind diejenigen, die in die „Welt“ hinausgehen (zu unserer Arbeitsstelle, in unsere Uni, in unseren Freundeskreis) und wir sind eventuell die einzige Bibel, die unsere Kollegen oder unsere Freunde jemals „lesen“ werden.

Matthäus 18 Vers. 23-35 war die zentrale Bibelstelle der Predigt von Pastor Dom. In dem Gleichnis kam ein Diener vor seinen König um Ihm Schulden zurückzuzahlen. Der Diener schuldete dem König Zehntausend Talente (was heute einem Millionen-Betrag entspräche). Da der Diener die Talente jedoch nicht zurückzahlen konnte, befahl der König ihm, seine Frau und seine Kinder sowie seinen ganzen Besitz zu verkaufen um wenigstens etwas von den Talenten zurückzuerhalten. Da warf sich der Diener vor Ihn nieder und flehte ›Hab Geduld mit mir! Ich will dir alles zurückzahlen.‹ Der König bekam Mitleid und ließ seinen Diener und dessen Familie frei und erließ ihm seine Schuld.

Bezogen auf den „Staffelstab der Liebe“, hat der Diener diesen von seinem Herrn empfangen in dem er Ihm die Schulden erließ und seine Familie frei ließ. Dem Diener wurde vergeben.

Kaum hatte der Diener das Haus seines Herrn verlassen, traf er auf einen anderen Diener, der ihm hundert Denare schuldete. Er packte den Mann, würgte ihn und sprach ›Bezahle, was du mir schuldig bist!‹ Der andere Diener konnte seine Schuld jedoch nicht begleichen und warf sich vor Ihm auf die Knie und flehte ›Hab Geduld mit mir! Ich will dir alles zurückzahlen.‹ Darauf wollte sich der Diener jedoch nicht einlassen und befahl den Mann in den Kerker zu bringen, solange bis er all seine Schuld beglichen hatte. Als dies die anderen Diener mitbekamen waren sie entsetzt und liefen zu ihrem Herrn um Ihm davon zu berichten. Der König wurde zornig und bestellte seinen Diener erneut ein. Er sprach zu ihm ›Du böser Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest du da mit jenem anderen Diener nicht auch Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?‹ Er übergab Ihn seinen Folterknechten bis er seine Schuld komplett beglichen hatte. So wird auch mein Vater im Himmel jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von Herzen vergibt.«

Anstatt den empfangenen „Staffelstab der Liebe“ weiterzureichen und von Herzen zu vergeben, pochte der Diener auf sein Recht obwohl gerade Ihm seine Schuld vergeben wurde. Es ist nicht immer einfach von Herzen zu vergeben und den „Staffelstab“ weiterzureichen, gerade wenn man Empfangenes weiterreicht und dafür nichts zurückbekommt. Jedoch werden wir als Köln City Church nicht müde, all unsere Ressourcen dafür einzusetzen, die Ungerechtigkeit in unserem Land zu bekämpfen, auch wenn es nicht immer einfach ist – dies lag unserem Pastor ganz besonders am Herzen. Es ist elementar, dass wir die empfangene Liebe weiterreichen, selbst wenn es nur durch ein Lächeln am Arbeitsplatz ist. Wir träumen davon, dass in unserer Kirche ein Querschnitt unserer Stadt sitzt, weil jeder Mensch die Chance verdient, Gott zu begegnen. Wir sollten daran denken, dass der empfangene „Staffelstab der Liebe“ niemals uns gehört, sondern von Gott kommt und gerade deshalb sollte es uns eine Freude sein, die empfangene Liebe weiterzureichen.

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