Herzschlag 1: Willkommen zu Hause

Die neue Predigtserie „Herzschlag“ startete letzten Sonntag mit dem Thema „Willkommen Zuhause“. So passend, wenn wir bedenken, dass Jesus besonders viel Zeit bei anderen Menschen Zuhause verbracht hat. Den Bibeltext zur Predigt findet ihr in Matthäus 9.

Hier wird berichtet, wie Jesus zu dem Zolleinnehmer Matthäus nach Hause ging und viele weitere Zolleinnehmer einlud, um gemeinsam mit ihnen und seinen Jüngern zu essen. Als die Pharisäer dies sahen, fragten sie die Jünger, wie Jesus sich mit solch einem Abschaum an einen Tisch setzten und zusammen essen könne. Daraufhin antwortete Jesus, dass nicht die Gesunden den Arzt brauchen, sondern die Kranken. Und das Gott keinerlei Opfer verlangt, sondern erwartet, dass wir barmherzig sind. Jesus ist für die Sünder gekommen und nicht für die, die meinen, sie seien schon gut genug.

Dom hat uns dann eine lustige Story erzählt, ein kleines Gleichnis darüber, wie Gott ist – und durch welche Begebenheiten er manchmal zu unserem Pastor spricht: Bei ihm zu Hause gab es eine lästige Fruchtfliegenplage. Um Abhilfe zu schaffen, stellte er eine selbstgemachte Falle für die kleinen Quälgeister auf: Eine Tasse voll mit Melone, verschlossen mit Frischhaltefolie, in der viele kleine Löcher waren. So wurden die Fliegen von er Melone angelockt, kamen aber nicht mehr aus der Tasse raus. Am nächsten Morgen freute Dom sich schon über die ganzen Fruchtfliegenleichen, doch als er sich über die Tasse beugte, waren es viel mehr Fliegen als zuvor, die durch ihn total aufgescheucht wurden, wirr durcheinander flogen und die „Party ihres Lebens feierten“.

So ist es auch mit Gott: Er scheucht uns auf, wenn wir es uns zu gemütlich machen. Gott lehnt sich über uns und bringt ganz absichtlich etwas Unruhe in unser bequemes Leben, weil er etwas aus unserem Inneren hochbringen möchte. Gott unterbricht immer wieder unser Leben, um Dinge aufzuwühlen. So in etwa könnte sich auch der Zolleinnehmer Matthäus gefühlt haben, als Jesus ihn aufforderte, ihm nachzufolgen. Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen?

1. Jesus nachzufolgen führt dich nach Hause.

Wenn du Jesus nachfolgen möchtest, dann führt dich das nach Hause – wortwörtlich. Du bist bereit im überallhin zu folgen und er führt dich in deine eigenen vier Wände. Er führt dich in dein eigenes Zuhause, wo du lebst, wo du Gemeinschaft mit deiner Familie hast.

Auf die Geschichte mit Matthäus bezogen: Jesus saß mit all den Menschen an einem Tisch, die einen schlechten Ruf hatten. Die Pharisäer fanden das natürlich nicht so toll und fragten sich, wieso er sich mit solchen Leuten abgibt. Denn in der damaligen Zeit hat man durch seine Tischgemeinschaft signalisiert, mit welchen Menschen man sich identifiziert. Doch das macht mal wieder klar, wie viel Wert Jesus auf Gemeinschaft legt. Er sitzt mit „schlechten“ Menschen an einem Tisch, isst mit ihnen und es ist ihm egal, was die anderen dazu sagen und darüber denken. Und das führt uns auch direkt zum nächsten Punkt:

2. Jesus nachzufolgen verändert deine Tischgemeinschaft.

Es sitzen plötzlich andere Menschen an deinem Tisch, als zuvor. Ganz genau so ist es auch mit unseren Life Groups: In unserer Church gibt es so viele Life Group Leiter, die sich bereit erklärt haben, Menschen in ihre Wohnung zu lassen, die vielleicht ein anderes Alter haben, eine andere Herkunft, eine andere soziale Schicht oder eine andere Persönlichkeit. Manchmal ist es eine große Herausforderung, Jesus zu folgen und dadurch seine Tischgemeinschaft zu verändern – sich auf etwas Neues einzulassen. Denn wir sollen niemanden ausschließen, auch wenn wir denken, dass die Personen extrem anders sind und wir sie nicht zu uns nach Hause einladen würden. Und doch ist es so wichtig, dass wir das Leben teilen.

3. Jesus nachzufolgen bedeutet aktiv zu werden.

Matthäus 12,7: Es heißt: ›Wenn jemand barmherzig ist, so ist mir das lieber als irgendwelche Opfer und Gaben‹.

Gott fordert keine Opfer von uns, sondern möchte, dass wir barmherzig sind. Wir sollen lernen, barmherzig zu sein und Verständnis und Akzeptanz gegenüber denjenigen zu zeigen, die anders sind als wir. Jetzt denkt ihr euch vielleicht, ihr solltet mal einen Podcast zum Thema Barmherzigkeit anhören oder ein Buch darüber lesen. Falsch! Hier geht es um „Learning by Doing“. Gott möchte, dass wir es ganz praktisch lernen und uns nicht nur mit dem Thema beschäftigen.

Sitzen an deinem Tisch heute und in 5 Jahren die selben Menschen? Erklärt euch bereit, Leute in euer Haus einzuladen, auch die, die ihr normalerweise meiden würdet. Gott fordert uns heraus in Gemeinschaft zu leben. Denn: Wir sind besser in Kreisen, als in Reihen.

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