Here as in Heaven 2: Hat er nicht gesagt!

„Wir sind gerettet, indem wir an Jesus glauben – aber wir erleben Freiheit, indem wir wie Jesus glauben!“ Am vergangenen Sonntag hat Robin ein leidenschaftliches Plädoyer für bedingungslose Liebe gehalten und uns aufgefordert, unsere Herzenseinstellung der von Jesus anzugleichen.

Bevor wir tiefer in Robins gute Gedanken zum diesem Thema einsteigen, lies bitte Matthäus 5,43-48

In unserer Predigtreihe HERE AS IN HEAVEN widmen wir uns ganz der Bergpredigt. Jesus’ Worte an seine Jünger sind damals wie heute total relevant für uns und in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Und ganz sicher haben sich seine Jünger damals an der ein oder anderen Stelle gedacht: „HAT ER NICHT GESAGT!“ Denn Jesus war sehr präzise und klar in seinen Worten. Hier einige Beispiele:

Im alten Testament lesen wir in den zehn Geboten „du sollst nicht töten“. Nun kommt Jesus und sagt: „Wer allein schon zornig ist, ist schuldig“. Oder „Du sollst nicht ehebrechen“ sagen uns die 10 Gebote – Jesus hingegen stellt klar: „Wer allein eine Frau (oder) Mann schon begehrt, ist schuldig.“ „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ heißt es im alten Testament. Und nun sagt Jesus: „Wenn dich jemand schlägt, halte ihm auch die andere Wange hin.“ Und last but not least: „Liebe deine Freunde und hasse deine Feinde“ hieß es früher. Jesus aber lehrt uns: „Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch hassen und verfolgen!“ HAT ER NICHT GESAGT -oder?!

Jesus klare Ansagen dienen nicht nur dazu, unser Verhalten zu ändern, sondern vor allem unsere Werte, unsere Moral, unsere Seele und natürlich unser Herz. Wie geht es dir, wenn du an Menschen denkst, die dich verletzt, beleidigt und zutiefst ungerecht behandelt haben? Fällt es dir leicht, diese Menschen zu lieben – und das bedingungslos? Viele von uns würden wohl zurecht sagen: Nein, diese Menschen kann ich nicht lieben. Oder doch?

Robin hat uns dazu drei praktische Denkanstöße mit gegeben:

1. Verstehe, wer deine Feinde sind

In den Versen 42-45 in Matthäus 5 lesen wir, dass wir wie Kinder Gottes handeln, wenn wir unsere Feinde lieben und für alle beten, die uns hassen. Wer sind unsere Feinde, wen mögen wir nicht? Oftmals sind das Menschen, die anders sind als wir. Oder auch Menschen, mit denen wir uns zu unserem Nachteil vergleichen – dann entsteht Neid. Und natürlich sind hier auch Menschen gemeint, die uns ganz direkt und unverblümt verletzt haben. Vielleicht sind es auch Menschen, die wir selbst bewusst oder unbewusst verletzen mit unseren Worten. Deine Worte haben eine unglaubliche Macht. Durch deine abfälligen Worte nimmst du Einfluss auf Menschen, ob du willst oder nicht. 

Jakobus 3,5-6: Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand. Mit einem solchen Feuer lässt sich auch die Zunge vergleichen. Sie kann eine ganze Welt voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein.

Es sind Verletzung, Hass, Bitterkeit, Eifersucht und Missgunst, die unsere Feinde sind – oder sie erschaffen.

2. Komm vor Jesus

Wenn du das erkannt hast, dann geh den nächsten Schritt: Komm vor Jesus. Lass Ihn in dein Herz und darin arbeiten, es weich machen und vergrößern, so dass noch mehr Menschen hinein passen. Gott möchte unser Herz für Menschen brechen und uns so verändern, dass wir durch seine Augen schauen und Menschen so sehen und lieben können, wie er es tut.

In den Versen 45-47 in Matthäus 5 lesen wir, dass bei Gott alle gleich sind, die „Bösen und die Guten“ und dass wir keine Belohnung dafür erwarten dürfen, wenn wir die lieben, die uns auch lieben. Es ist nichts Besonderes, wenn wir nur unseren Freunden liebevoll begegnen – das kann tatsächlich jeder.

Bei Gott sind wir alle gleich und das können wir erst zu 100% verstehen, wenn wir Jesus in unsere Herzen und einladen und seine bedingungslose Liebe für uns annehmen. Erst dann können wir auch andere bedingungslos lieben. Erst dann können wir die Steine nutzen, die wir selbst und andere uns in den Weg legen, um stabile Brücken zu Menschen zu bauen.

3. Erlebe Freiheit

Matthäus 5,48: „Ihr aber sollt so vollkommen sein, wie Euer Vater im Himmel!“

Im dritten Schritt erleben wir echte Freiheit, indem wir nicht nur an Jesus glauben – sondern wie Jesus glauben. Dann bauen wir nicht nur Brücken, sondern laufen auch ganz einfach darüber, um dem, der auf der anderen Seite steht, die Hand zu schütteln. Wenn wir diese Freiheit erfahren, dann sind wir dem Himmel auf Erden schon ganz nahe.

 

Die Predigt in voller Länge:

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