Geschaffen für die Ewigkeit

Gastpredigt von Johannes Justus

Prediger 3, 1-2 & 11: Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit: Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen (…) Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt. In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist. Aber der Mensch kann Gottes Werke nie voll und ganz begreifen.

Stell dir ein Gebirge vor, groß, majestätisch, mit schneebedeckten Gipfeln. „Du wirst diese Berge überdauern. Sie sind für die Zeit geschaffen – du aber bist für die Ewigkeit geschaffen.“ Genau diese Worte hat Pastor Johannes Justus vor einiger Zeit selbst gehört und er hat sie uns zu Beginn seiner Predigt am vergangenen Sonntag weitergegeben, damit wird verstehen: Als Kinder Gottes sind wir für die Ewigkeit geschaffen!

Was bedeutet es für unser Leben im Hier und Jetzt, dass wir für die Ewigkeit geschaffen sind? Johannes gab uns drei wichtige Denkanstöße mit auf den Weg:

1. Die Zeit ist begrenzt

2. Korinther 5, 20: Als Botschafter von Christus fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag von Christus.

„Unser Leben ist nicht leicht, aber gut!“ Wer das erkennt, hat eine gute Basis für sein (Glaubens-) Leben. Die Not beginnt erst im Vergleich, betonte Johannes, denn Gott ist ein Schöpfer und er produziert nur Originale. Der Heilige Geist ist der Geist der Neuheit – deshalb bekommen wir mit der Annahme von Jesus ein neues Herz, einen neuen Geist, einen neuen Namen. Aus „Versager“ wird „Gewinner“ oder „Held“. Der Heilige Geist verändert uns und macht uns Jesus ähnlicher. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir Menschen mit Gott versöhnen und ihnen den Weg zu einer Beziehung mit Jesus ebnen. Denn dann kommen sie ihrer Bestimmung nah. Als Christen sind wir bei dieser Mission der verlängerte Arm Gottes.

2. Es ist Zeit zu Handeln

Matthäus 7, 13-14: »Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.«

Was ist eigentlich altmodisch? Viele unserer menschlichen Handlungsweisen und Systeme sind nicht kompatibel mit dem Reich Gottes. Sind wir altmodisch, wenn wir uns gegen Sex vor der Ehe entscheiden? Sind wir altmodisch, wenn wir uns entschließen, bei der Steuererklärung wahrheitsgemäß zu bleiben oder vor der Fahrt mit der S-Bahn ein Ticket kaufen? „Wer mit dem Zeitgeist geht, der stirbt mit dem Zeitgeist.“ Sagte Johannes und forderte uns auf: „Seid nicht normal! Seid außergewöhnlich!“ Was er damit meint? Ganz einfach: Lasst uns nicht bequem sein und widerstandslos das kopieren, was uns die Gesellschaft als scheinbar „normale“ Verhaltensweisen verspricht. Lasst uns unser Handeln auf Gottes Wort bauen. Denn das ist ein Felsen – und kein „Haufen von Steinen mit christlichen Ansichten“.

3. Wohnung auf Zeit

Unsere Schwächen stoßen Gott nicht ab. Im Gegenteil: Unsere Schwächen und Fehler ziehen ihn an wie einen Magnet. Er möchte sie nutzen, um uns zu verändern und stark zu machen. Gottes Geist möchte in uns wohnen, wir sind quasi die „Wohnadresse Gottes auf Erden“.

Lies an dieser Stelle Jesaja 40, 28-31. 

„Das Christentum ist entweder übernatürlich oder gar nichts.“ Reinhard Bonnke

Dieses Zitat von Reinhard Bonnke bringt auf den Punkt, warum wir Gott alles von uns geben sollten: Unser Herz, unsere Hingabe, unsere Zeit. Denn in diesem Fall gibt es nur entweder oder – entweder ist Gott alles oder nichts. Du entscheidest.

Gott jedenfalls hat seine Entscheidung für dich bereits getroffen:

Johannes 3, 16: Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.

Du bist für Gott so wichtig, dass er das Wertvollste für dich gab. Und es gibt nichts, womit wir uns das verdienen könnten oder müssten. Vielleicht denkst du: „Ich bin nicht würdig, dass Gottes Geist in mir wohnt.“ Und ja, das stimmt. Aber es sind eben unsere Fehler und unschönen Seiten, die Gott anziehen.

Mach dir bewusst: Unsere Zeit ist begrenzt und es ist Zeit zu handeln! Das können wir nur, wenn wir zulassen, dass Gottes Geist „in uns wohnt“. Anders gesagt: Wenn wir unser Herz für eine Beziehung mit Jesus öffnen, bringt er uns unserer Bestimmung, ihm ähnlicher zu werden, nah! Somit sind wir nicht nur für die Ewigkeit geschaffen, sondern auch mit allen ausgerüstet, was wir dafür brauchen.

Wir danken Pastor Johannes Justus, dem Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) herzlich für seine ermutigende und inspirierende Predigt! 

Share This