Ein Leben voller Segen: First Things First

19. September 2019

„Großzügigkeit ist nicht etwas, das Gott von dir will – es ist etwas, dass Er für dich will.“ Zum Start in unsere neue Predigtserie EIN LEBEN VOLLER SEGEN hat uns Dom mitgenommen in die Prinzipien von Gottes Reich und uns zu Großzügigkeit ermutigt. Durch unsere Großzügigkeit können wir die Welt verändern.

Trachtet ZUERST nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit und ALLES andere wird euch zufallen.

Matthäus 6:33

In diesem Vers steckt das Prinzip, das sich durch die ganze Bibel zieht:

Das ZUERST Prinzip

Wir haben das unglaubliche Privileg, in einem Land zu leben, in dem es uns gut geht. Sicherheit, Bildung und Versorgung sind für uns oftmals so selbstverständlich, dass wir all diese Dinge als gegeben, nicht als Privileg empfinden. Doch was für uns so normal und alltäglich ist, ist in anderen Ländern unserer Welt ein schier unvorstellbarer Kampf. Über 800 Millionen Menschen weltweit hungern, 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit sind für ihr Alter zu klein, weil sie nicht genug zu Essen haben. Jeden Tag sterben 15.000 Kinder unter fünf Jahren an Hunger. Im Jahr 2016 sind 5,6 Millionen Kinder verhungert. Es ist erschütternd, sich diese Zahlen vor Augen zu führen, oder? Doch Fakt ist: Hunger ist vor allem deshalb ein Skandal unserer Welt, weil er zugleich auch das größte lösbare Problem unserer Welt ist. Bevor wir uns also fragen: „Warum lässt Gott zu, dass Menschen verhungern?“ müssen wir uns fragen, warum die Gemeinde Gottes das zulässt.

„Wenn Gott den ersten Platz in deinem Leben hat, findet alles andere seinen Platz.“ Das ZUERST Prinzip ist das zentrale Prinzip der Bibel – und zwar gleich von Anfang an. Lies bitte 2. Mose 13:1-15.

Das Erste gehört immer Gott. Gut, im alten Testament mag das etwas brachial klingen: Jeder erste Sohn, jedes erste männliche Tier… Nur am Rande: Für den erstgeborenen Sohn war auch ein Ersatzopfer in Form eines Tieres möglich. Dass uns das heute ganz und gar abwegig erscheint, ist nicht verwunderlich. Doch machen wir einen Sprung vom alten ins neue Testament: Jesus war der einzige, erstgeborene Sohn Gottes, richtig? Was hat Gott getan? Er gab seinen einzigen Sohn als Opfer – für dich. Kein Ersatzopfer, sondern das größte, bedeutendste aller Opfer.

Ein anderes Beispiel für das ZUERST Prinzip ist der erste Tag. Beginnt deine Woche am Sonntag oder am Montag? Als Kirche beginnt unsere Woche am Sonntag – und der gehört Gott.

Und auch der „erste Teil“ („Zehnte“) von dem, was wir verdienen, gehört Gott. Zehn ist in der Bibel eine Zahl der Prüfung: Die zehn Plagen, die zehn Gebote, die zehn Prüfungen in der Wüste Israel, Daniel wurde zehn Tage lang geprüft. Das Prinzip des Zehnten ist unsere ganz persönliche Herzensprüfung. Bitte lies Maleachi 3:7-10.

„Stellt mich doch auf die Probe und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch überreich mit meinem Segen beschenke.“ Sagt Gott hier in Vers 10. Stell dir nur einmal vor, die Menschheit würde das Prinzip des Zehnten leben und Gott den ersten Teil zur Verfügung stellen, damit Gottes Reich in diese Welt Einzug halten kann. Denn wer würde davon profitieren? Nicht deine Kirche, sondern die Gemeinde Gottes, Mission, soziale Gerechtigkeit, die Armen, die Hungernden. Oder anders ausgedrückt: Von deinem Zehnten profitieren Menschen. Das ist typisch Gott, denn Er liebt Menschen so sehr!

Vielleicht liest du all das und denkst doch: „Mit dem, was ich zu geben habe, kann ich nichts bewegen. Mein kleiner Teil führt mit Sicherheit nicht zum Ende von Hungersnöten.“ Falsch gedacht! Gott segnet das, was du gibst! Mutter Theresa sagte einmal: „Wenn du keinen hundert Menschen zu Essen geben kannst, dann gib einem zu Essen.“ Das ist übertragbar: Wenn wir nicht alle Menschen mit Gottes Liebe erreichen können, dann starten wir damit, so viele zu erreichen, wie es unsere Ressourcen zulassen.

Als Kirche werden wir uns immer und ohne Pause dafür einsetzen, dass Menschen Jesus begegnen. Dafür träumen wir nicht nur von zwei Standorten (Innenstadt & Dellbrück), die zu einem Zuhause für Menschen werden, sondern von vielen weiteren. Werden wir alle erreichen? Wir wissen es nicht. Aber was würde passieren, wenn die, die die durch die Gemeinde Gottes erreicht werden, Ihm das geben, was ihm ohnehin zusteht? Auf dem ZUERST Prinzip liegt kein Zwang, sondern Segen!

Du möchtest die Predigt noch einmal in voller Länge hören? Dann findest du hier alle Podcast Plattformen!


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