Ein Leben voller Segen | Das Prinzip der Vervielfachung

14. November 2019

Im letzten Teil unserer Predigtreihe EIN LEBEN VOLLER SEGEN hat uns Sarah mit hinein genommen in ein Wunder: Die Speisung der 5.000 – die eigentlich eine Speisung von so viel mehr Menschen war, man vermutet bis zu 20.000, Frauen und Kinder eingerechnet. Bitte lies Lukas 9:12-17.

Was geschieht hier? Jesus predigt vor so vielen Menschen. Die Crowd hängt an seinen Lippen – doch sie hat auch irgendwann Hunger. Die Jünger, als aufmerksame Gastgeber, bemerken dies und Jesus weist sie an: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Die Jünger trauen ihren Ohren nicht. „Sollen wir etwa jetzt einkaufen gehen? Wir haben doch nur 5 Brote und 2 Fische!“ Doch nein, so meinte Jesus das nicht. Er trug seinen Jüngern auf, die Leute in kleinen Gruppen zu setzen. Warum? Denn in diesen kleinen Gruppen konnten Jesus und seine Jünger sicherstellen, dass jeder isst, dass jeder genährt wird. In der großen Masse wäre der Einzelne verloren gegangen (merkst du was? du brauchst eine Life Group!). Was passiert nun? Jesus teilte das Brot und die Fische und gab sie seinen Jüngern, die damit zu den Gruppen gingen und diese Gabe immer weiter teilten. Sie rissen Stück für Stück ab – und alle wurden satt. Am Ende waren noch 12 Körbe mit Resten übrig. Was für ein Wunder! Gott ist der derselbe, gestern, heute und morgen – und er tut auch heute noch Wunder.

Drei Elemente der Vervielfachung

1. Zurückgeben

Alles was wir haben, haben wir, weil Gott es uns geschenkt hat. Hier kommen wir zum Prinzip des „Zehnten-Gebens“, über das wir in dieser Serie ebenfalls gesprochen haben. Gott selbst sagt, dass ihm das Erste unserer Erträge zusteht. Dazu finden wir zahlreiche Bibelstellen. Hier nur eine davon:

„Bringt das beste (wörtlich: das erste) von den ersten Erträgen der Ernte in das Haus des Herrn, eures Gottes.“

2. Mose 23

Gott braucht unser Geld nicht. Aber er kennt unser Herz sehr gut und weiß, wie schnell wie unsereHerzen, Hoffnung und Sicherheit auf Geld setzen. Doch das ist der Platz, den er in Anspruch nehmen möchte.

Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt.

Matthäus 6:21

So oft bekunden wir, dass wir Jesus unser Leben, unsere Träume und vieles mehr geben möchten – aber wenn er uns auffordert: „Gib mir auch deine Finanzen“, dann werden wir zögerlich, ängstlich und halten daran fest. Doch Gott hat so viel mehr vor: Er segnet nicht nur den Teil, den du gibst, sondern auch den ganzen Rest:

Im Übrigen: Wenn nach der Ernte das erste Brot Gott geweiht worden ist, ist ihm damit alles Brot geweiht, das noch vom Korn dieser Ernte gebacken wird. Und wenn die Wurzel des Ölbaums Gott geweiht ist, sind auch die Zweige ihm geweiht.

Römer 11:16

Gott segnet das, was du hast. Und in diesem einen Punkt dürfen wir ihn sogar auf die Probe stellen: Lies Maleachi 3:10-11. „Ich lasse nicht mehr zu, dass Heuschreckenschwärme eure Felder und Weinberge kahl fressen und euch die Ernte verderben.“ sagt Gott hier. Was können diese Heuschreckenschwärme übertragen auf unsere heutige Zeit sein? „Ich glaube, es können unsere Schulden sein“ sagte Sarah. Schulden, von denen wir glauben, dass wir sie nie los werden – schon gar nicht wenn wir auch noch unseren Zehnten geben. Doch das Prinzip greift auch dann, oder sogar gerade in diesem Fall:

  1. Gib deinen Zehnten, damit Gott auch den Rest segnen kann
  2. Mach einen konkreten Plan, wie du deine Schulden tilgen kannst
  3. Spare: Lege Geld beiseite, mit dem du großzügig sein kannst.
  4. Leb von dem Rest.

Das klingt hart und setzt Veränderungen voraus. Doch es ist der Weg, der die Heuschreckenschwärme davon abhält, deine Felder kahl zu fressen.

2. Weg geben

„Zurück geben“ ist etwas anderes als „weg geben“. Hätten die Jünger damals die Brote und Fische, die sie zuerst Jesus gegeben und dann zurückbekamen, einfach selbst gegessen, wäre kein Raum für ein Wunder da gewesen. Sie wären wahrscheinlich noch nicht einmal satt geworden. Denn: Wenn das, was du in den Händen hältst, gesegnet ist, hat es das Potenzial, sich zu vermehren. Wenn du es weg gibst, passiert das Wunder. Stell dir die Situation noch einmal vor: Die Jünger gaben, was sie hatten, an Jesus: 5 Brote und 2 Fische. Er betete dafür und segnete es. Doch das war nicht der Moment, in dem die Vervielfachung passierte. Sie passierte es da, wo er die Speisen an die Junger zurück gab und sie diese weg gaben. Das Wunder passierte in ihren Händen. Jesus möchte das nehmen, was du weg gibst, um andere zu segnen!

Bedeutet das etwa, dass ich nicht nur meinen Zehnten, sondern mehr geben soll? Ja, vielleicht.

Wenn wir „Geben“ hören, denken wir oft zu allererst ans Geldgeben. Und das sorgt dafür, dass wir innerlich eine Mauer hochziehen. Doch Geben ist das, was uns als Christen ausmacht. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Gott möchte unsere Herzen zum Geben öffnen – aber nicht immer muss es unbedingt das liebe Geld sein. Lies bitte Römer 12:6-8.

Was auch immer deine Gabe ist: Ob es ein praktischer Dienst ist, ein bestimmtes Talent, eine Fähigkeit – Gott möchte das, was du hast, nehmen um andere zu segnen und um es zu vermehren. Das Wunder passiert, wenn du das weg gibst, was Gott dir gegeben hat. Unsere Gottesdienste sind das beste Beispiel dafür: An jedem 2. Sonntag helfen so viele Menschen mit, investieren ihre Zeit, ihre Kraft, opfern ihren Schlaf, bauen auf, ab, machen den besten Kaffee, das liebevollste Kids-Programm und, und, und. Doch in unseren Gottesdiensten passieren Dinge, die nur Gott bewirken kann: Hier begegnen Menschen Jesus. Es nimmt, was wir geben, um andere zu segnen. Und das wissen wir auch: Viele von euch würden gerne so viel mehr von ihrer Zeit investieren, um Gottes Reich zu bauen. Doch vielleicht hast du einen Job, der das nicht zulässt, weil du am Wochenende und zu Zeiten arbeitest, an denen andere Gottesdienste vorbereiten. Aber Gott braucht jeden einzelnen von uns und vielleicht hat er Dir die Gabe des Gebens geschenkt. Er hat dich in deinen Job gestellt, wo du erfolgreich und gebraucht bist und er hat dir die Gabe gegeben, die dazu passt.

Mancher teilt mit vollen Händen aus und bekommt doch immer mehr, ein anderer spart über Gebühr und wird doch arm dabei. Wer andern Gutes tut, dem geht es selber gut, wer anderen Erfrischung gibt, wird selbst erfrischt.

Sprüche 11:24-25

3. Reich empfangen

Was passiert, wenn wir uns entscheiden, zu geben? Unseren Zehnten und manchmal sogar mehr? Das Prinzip der Vervielfachung greift, wir dürfen reich empfangen – nicht nur in der Theorie! Wir haben während unsere Predigtserie EIN LEBEN VOLLER SEGEN von so vielen genialen Zeugnissen gehört. Drei davon haben wir für euch verfilmt:

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