Wie ein kaputtes Instrument wundervolle Musik macht

Am Sonntag hatten wir Danny Clinton aus den USA zu Gast bei uns in der KCC. Vor 8 Jahren hat er in der Nähe von Portland die Kessid Church gegründet, die mittlerweile 2 Standpunkte hat.

Zum Einstieg hat Danny uns eine Geschichte über unsere Stadt Köln erzählt. 1975 wollte Vera Brandis, die damals jüngste Konzertpromoterin, Jazz nach Köln bringen. Dazu engagierte sie den talentierten Keith Jarrett und mietete das Kölner Opern Haus, welches komplett ausverkauft war. Das besondere an Keith war: er spielt niemals ein und das selbe Lied. Jedes mal wenn er sich an sein Klavier setzte, improvisiert er und jedes mal kam etwas Wunderschönes dabei heraus.
Als Keith Jarrett an diesem Tag kurz vor dem Konzert in Köln ankam und schauen wollte, ob sein Klavier schon auf der Bühne stand, fand er nur ein altes, kaputtes Klavier, da sein eigenes wegen eines Unwetters nicht pünktlich ankam. Die Tasten waren teilweise verklebt, viel zu locker oder sogar defekt – das Klavier war unspielbar. Aus diesem Grund weigerte Keith sich, das Konzert zu spielen. Es war nicht mehr viel Zeit und die Gäste trudelten bereits ein, also suchte Vera verzweifelt jemanden, der dieses alte, kaputte Klavier stimmen konnte. Als das so gut, wie es nur ging, geschehen war, lief sie raus zu Keith und flehte ihn an, seine Konzert zu spielen, da 1.400 Menschen drinnen auf ihn warten. Sie stand vor seinem Auto im Regen, die Hände gefaltet vor ihrer Brust. „Nur für Dich!“, sagte er, kam mit rein und setzte sich an dieses unbespielbare Klavier. Er begann zu spielen und relativ schnell hat er sich gemerkt, welche Tasten er härter spielen müsse, welche leichter und welche überhaupt nicht funktionierten. Er spielte auf diesem unbespielbaren Klavier ein Konzert, welches das best verkaufte Pianosolo und Solo Jazz Album überhaupt wurde. Keith Jarrett hat durch sein Talent und seine Leidenschaft aus etwas Altem und Kaputtem etwas ganz besonderes gemacht.

„Even the most broken instrument can make beautiful music in the hands of a master.“

So ähnlich ist es bei uns in der KCC. Wir haben etwas begonnen, das Leidenschaft vorausgesetzt hat – denn zu Beginn einer Kirchengründung kann man längst nicht „alle Tasten des Klaviers spielen“.  Vor knapp 2 Jahren haben wir uns in einem Wohnzimmer getroffen und jetzt sind wir über 500 Menschen in zwei Gottesdiensten mitten in der Stadt. Die Church ist wie ein unspielbares Klavier, welches vom „Meister“, also Gott, gespielt wird. Und Gott möchte mit uns als Kirche unglaubliche Musik machen. Was in den nächsten 2 Jahren mit unserer Church passiert, hängt ganz davon ab, wie du darüber denkst, was Gott mit uns und dir als unbespielbarem Klavier in dieser Stadt machen kann.

In Römer 4, 17 gibt es eine tolle und sehr passende Bibelstelle dazu.

Vor 2 Jahren war die KCC nur eine Idee. Genau wie bei Vera: sie wollte ein Konzert geben, wo Leute etwas erleben, das größer war als alles andere. Sogar das kaputteste Instrument kann wunderschön klingen, wenn es von einem Meister gespielt wird.

Auch du hast die Chance, Teil von etwas ganz Besonderem zu sein. Doch das benötigt mehr, als sich nur Sonntags im Gottesdienst mit Gott zu beschäftigen. Es wird dich vielleicht einiges kosten. Es kann sein, dass du anfangs Zweifel hast, ob du genug, Zeit und Talent hast. Vielleicht denkst du, du seist selbst ein unbespielbares Klavier, welches man nicht nutzen kann. Gib dein zerbrochenes Leben in die Hände des Meisters, er wird etwas besonderes und wundervolles daraus machen.

Wir haben als Church die Möglichkeiten eine Erweckung in dieser Stadt zu starten – doch das benötigt das Herz und den Einsatz von vielen! Die nächsten beiden Gottesdienste, Vision Sunday (29.10.) und Heart For The House (12.11), zeigen Möglichkeiten auf, wie du ein Teil davon wirst und deinen Platz in der KCC findest.

Pastor Danny berichtete, dass beispielsweise in den USA nur 10% der Leute in einer Kirche alles finanzieren. Und auch hierzulande ist es nicht immer leicht, zu geben und aktiv mitzuarbeiten. Aber wenn Menschen bereit sind, zusammen zu kommen und hinter einer gemeinsamen Vision stehen, dann kann etwas Großes entstehen. Das ist unsere Chance, Gott mit dem zu dienen, was er uns gegeben hat.

Jesus ist gekommen, um all die unbespielbaren Klaviere zu spielen. Aber du musst dich entscheiden, ob du Teil seine Orchesters werden möchtest.

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