CULTURE SHOCK Teil 2: Multiplikation – Sei ein Heldenmacher!

15. Mai 2019

„Wir brauchen keine Superhelden in unserer Kirche. Wir brauchen eine Kirche, die Menschen zu Jüngern macht.“ Dave Ayling hat uns am Sonntag mit in seine weisen Gedanken zum Thema Multiplikation genommen und uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Heldenmacher, statt „einfacher nur Helden“ sind. 

Die Bibel liefert uns gleich in ihren allerersten Kapiteln ein geniales Beispiel dafür: Lies 2. Mose 18:13-26

In diesen Versen lesen wir von Mose, der tat, was er zu tun hatte: Er setzte sich mit den unzähligen Beschwerden seines Volks auseinander, hörte jeden einzelnen an und sprach Recht. Er teilte ihnen Gottes Weisungen und Entscheidungen mit. Soweit so gut. Doch sein Schwiegervater Jitro hatte einen klaren Blick für die Dinge und sah, dass es so, wie Mose seiner Aufgabe nachkam, nicht gut war. Denn sein Stil lässt ihn zwar wichtig aussehen – ist aber nicht effizient für sein Volk. Deshalb fordert Jitro ihn heraus, seinen „Leitungsstil“ zu ändern: Statt alles selbst zu entscheiden, soll Mose Leiter hervorbringen und multiplizieren. Aus dem, was Jitro Mose lehrt, können wir fünf Prinzipien über Multiplikation ableiten: 

Multiplikation erreicht das Unmögliche, nicht das Gewöhnliche 

Die Aufgabe ist für dich allein viel zu groß. Du reibst dich nur auf, und auch die Leute sind überfordert. 

 2. Mose 18:18

Das ist die Realität: Gottes Reich zu bauen, ist für einen allein eine zu große Aufgabe. Wir brauchen dafür Menschen, die uns ermutigen, die talentierter sind als wir, die eine noch größere Vision haben als wir. Alleine funktioniert es nicht. 

Gott, der Herr, sagte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm jemanden zur Seite stellen, der zu ihm passt!«

1. Mose 2:18 

Multiplikation setzt viele frei – nicht nur einige!

Sein Schwiegervater entgegnete: »So wie du es machst, ist es nicht gut!

2. Mose 18:17 

Jitro bringt es auf den Punkt: Du kannst der talentierteste, fleißigste Mensch auf Erden sein – aber du musst in andere investieren, um Teil von etwas Größerem zu sein, das die Chance auf Wachstum hat. Denk an die Speisung der 5.000: Es waren Jesus’ Jünger, die das Essen verteilten. Er allein hätte das nicht geschafft. In dem wir das Potenzial derer, die Jesus nachfolgen, freisetzen, können wir einen echten Unterschied machen. 

Multiplikation braucht charakterstarke Menschen, die uns voran bringen 

Sieh dich aber zugleich in deinem Volk nach zuverlässigen Männern um. Sie müssen Ehrfurcht vor Gott haben, die Wahrheit lieben und unbestechlich sein. Übertrag ihnen die Verantwortung für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn Personen.

2. Mose 18:21 

Jitro beschreibt vier Charaktermerkmale eines großartigen Teammitglieds: Fähig, gottesfürchtig, vertrauenswürdig, ehrlich. Wenn du Leute mit diesen Eigenschaften in deinem Team hast, dann hast du eine der entscheidenden Voraussetzungen für Multiplikation geschaffen. 

Multiplikation erlaubt es Menschen, über sich hinaus zu wachsen

Hör zu! Ich gebe dir einen guten Rat, und Gott möge dir helfen: Du sollst das Volk vor Gott vertreten und ihre Streitfälle vor ihn bringen. Schärf ihnen Gottes Gebote und Weisungen ein, sag ihnen, wie sie ihr Leben führen und was sie tun sollen!

2. Mose 18:19-20

Multiplikation beginnt da, wo Menschen in ihren Talenten und Gaben „funktionieren“ – also in ihrem Element sind und ihre Berufung leben. Mose beispielsweise war derjenige, der von Angesicht zu Angesicht mit Gott sprach. Nur er konnte das Volk lehren, was Gott sagte. Das war seine Berufung. Anders gesagt: Multiplikation funktioniert nur dann, wenn Menschen ihrer Berufung Priorität einräumen. 

Multiplikation setzt Menschen in ihrer Berufung frei – unabhängig von ihrer Kapazität! 

„…Übertrag ihnen die Verantwortung für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn Personen.“

2. Mose 18:21 

Multiplikation erlaubt er Menschen, Teil von etwas Größeren zu sein, ganz unabhängig von ihrer Kapazität. Sie können als Leiter von 10, 50 oder hunderten Menschen fungieren. Wir sind zwar nicht alle gleich – schließlich haben wir unterschiedliche Talente – aber wir sind alle gleich wichtig. Wenn der Leiter von 10 Menschen seinen Job nicht gut macht, hat der Leiter von 50 Menschen es schwerer. Und aus diesem Grund ist auch keine Aufgabe in unserer Kirche zu gering. Die Frage ist also nicht: „Ist meine Funktion wichtig genug?“ Sondern: „Diene ich da, wo Gott mich hingestellt hat, hingebungsvoll?“ Es ist so viel besser, 50 Menschen gut zu leiten, als 1000 unfähig zu leiten. 

Wenn wir also eine Kirche sein wollen, die das Prinzip von Multiplikation lebt, dann müssen wir uns immer wieder bewusst machen: 

  • Wir wollen das Unmöglich erreichen – nicht das Gewöhnliche. 
  • Wir wollen viele Menschen anfeuern und feiern – nicht nur einige. 
  • Wir wollen in charakterstarke Menschen investieren, die uns voranbringen. 
  • Wir wollen Menschen befähigen, über sich hinaus zu wachsen. 
  • Wir wollen Menschen in ihrer Berufung frei setzen – unabhängig von ihrer Kapazität. 

Du möchtest noch mehr über unsere Culture Points erfahren? Dann hör bei unserem Podcast rein: In den neusten Episode geht es um unseren Culture Point „Persönliches Wachstum – lerne dazu!“ Darüber hat Dom am selben Tag (12. Mai) bei unserem ersten Gottesdienst im Campus Delbrück gepredigt. 


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