CULTURE SHOCK Teil 1: Hingabe – lebe großzügig!

30. April 2019

Großzügig zu sein bedeutet per Definition: Mehr zu geben als erforderlich. Falls du jetzt denkst: „ohoh… jetzt geht’s gleich um Geld“, dann liegst du richtig – aber in Dom’s Predigt vom vergangenen Sonntag ging es um viel mehr, als nur um’s „liebe Geld“. HINGABE – LEBE GROSSZÜGIG ist einer unserer Culture Points in der KCC. Über unsere insgesamt sieben Culture Points erfährst du in den nächsten Wochen noch mehr, doch eins sei bereits jetzt gesagt: Es geht nicht um einen Verhaltenskodex oder eine schnöde Auflistung. Nein, unsere Culture Points beschreiben, wer wir sind und was für eine Art von Kultur wir bauen wollen. 

Bevor du weiterliest, lies bitte diese Worte von König David in 1. Chronik 29 (klick auf den Link)

Hast du schon mal etwas aus Pflichtgefühl getan? Dann weißt du, dass das Resultat davon nicht unbedingt das Bestmögliche ist. Wenn wir eine Kirche bauen wollen, die unsere Stadt erreicht, in der Menschen Jesus kennehernen und frei und heil werden, dann müssen wir mehr geben, als erforderlich – wir müssen großzügig sein. Mit unserer Zeit, mit unserer Liebe, mit unserem Engagement und auch mit unseren Finanzen. Großzügigkeit ist immer etwas Freiwilliges; eine Möglichkeit, keine Verpflichtung. 

König David ist ein wunderbares biblisches Beispiel für Großzügigkeit. Sein Leben hatte Ups und Downs, genau wie unser Leben. Er hatte dunkle Tage und eine Liste von Fehltritten – doch vor allem war er ein Mann nach Gottes Herzen. Warum? Weil sich eine Sache konstant durch sein Leben zog: Die Leidenschaft für Gottes Haus, die unwiderruflich in ihm brannte (Psalm 69:9). 

David sah in seinem Tun kein Verpflichtung, sondern Möglichkeiten. Ein Perspektivenwechsel, den auch wir immer und immer wieder gebrauchen können. Frag dich zum Beispiel einmal: Ist dein Job eine Verpflichtung oder eine Möglichkeit für dich? Ist es das, was du tun musst, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen – oder birgt dein Arbeitsplatz vielleicht die Möglichkeit ein lebendiges Zeugnis für die Liebe und Gnade Gottes zu sein? Was ist mit deinen Beziehungen? Verpflichtung oder Möglichkeit? Es gibt noch viele Lebensbereiche, für die diese Frage so wichtig ist. 

Doch zurück zu König David: Seine Leidenschaft war es, einen Tempel zu bauen – also Gottes Haus im wortwörtlichsten Sinne. Dafür gab er gemeinsam mit seinem Volk so viel „mehr als erforderlich“: Gold, Silber, Marmor, Edelsteine und vieles mehr. 

Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben…

1. Chronik 29:14 

Aus Davids Großzügigkeit können wir vier Erkenntnisse für unser Leben ziehen: 

1. Um Gier zu bekämpfen, müssen wir Großzügigkeit aktivieren 

2.058 Bibelverse reden von Geld und darüber, wie wir unsere Finanzen verwalten. Jesus sagte einmal, dass wir nicht Gott UND dem Geld dienen können und König David stellte fest: 

HERR, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir.

1. Chronik 29:16 

Geld selbst macht dich nicht geizig oder gierig – aber wenn du es hast, kann es diese Eigenschaften in dir zum Vorschein bringen. Geiz kommt von Stolz und einer Haltung, in der du vorrangig dir selbst vertraust. Ein Bereich, in dem Jesus uns herausfordert. Vertraust du dir oder Gott? 

2. Echte Anbetung muss mehr sein als Worte

Anbetung äußert sich nicht nur im Singen von Worship-Songs, sondern in allen Bereichen unseres Lebens. Anbetung ist eine Herzenshaltung. Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz, sagt Jesus. Und wenn dein Herz bei Gott ist, dann ist die logische Konsequenz, dass er auch „Herr deiner Finanzen“ ist. 

Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.

1. Chronik 29:17 

3. Um in der Zukunft zu ernten, must du in der Gegenwart säen 

Was war nochmal Davids Leidenschaft? Genau! Sein Herz brannte dafür, einen Tempel zu bauen. Das Faszinierende ist: Er hat so viel dafür gegeben, aber nicht mehr miterlebt, wie der Tempel gebaut wurde. Das übernahm sein Sohn. Lasst uns eine Kirche sein, die nicht nur über das Hier und Jetzt nachdenkt, sondern vor allem an die Generationen, die uns nachfolgen werden. 

Und lasst uns gleichzeitig auch ans Ernten selbst denken: Monat für Monat ernten wir den Lohn für unsere Arbeit in Form eines Gehalts (wenn du noch studierst, Schüler bist oder dich gerade beruflich neu orientierst: auch deine Ernte kommt!). Für die Ernte hat die Bibel ein klares Prinzip: Die ersten 10 % gehören Gott, 10% werden gespart und von den übrigen 80% wird gelebt. Wenn du es dir zum Ziel setzt, von 80% deiner „Ernte“ zu leben macht dich das nicht nur zu einem guten Verwalter dessen, was Gott dir anvertraut hat – es ermöglicht dir auch, großzügig zu sein. 

4. Gesegnet zu sein, bedeutet ein Segen zu sein 

Wenn du dich gesegnet fühlst, ist es oftmals nicht schwer, dadurch auch andere zu segnen. Doch das gilt auch umgekehrt: Wenn du dich nicht gesegnet fühlst, fang an, ein Segen für andere zu sein und schau was es mit dir macht. König David sagte dazu folgendes:

Und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat. HERR, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz fest auf dich!

1. Chronik 29:17-18 

Wir beten, dass wir als KCC ein Segen für andere sind, weil Gott uns segnet, und dass dies eine Herzenshaltung für uns wird, ist und bleibt. HINGABE – LEBE GROSSZÜGIG ist einer unserer Culture Points, weil wir glauben, dass Großzügigkeit ein Lebensstil ist, auf dem Gottes klarer Segen liegt und der unabdingbar ist, wenn wir mit Leidenschaft Gottes Reich hier in Köln bauen wollen.

Denkt immer an die Worte, die Jesus, der Herr, selbst gesagt hat: “Auf dem Geben liegt ein größerer Segen als auf dem Nehmen.”

Apostelgeschichte 20:35


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