Besser unter Druck

21. November 2019

Wie gehst du mit Druck um? Mit seiner Predigt im Campus Dellbrück am vergangenen Sonntag hat Dom unsere Perspektive auf Druck verändert und uns Wege aufgezeigt, wie wir Druck in unserem Leben in etwas Kraftvolles verwandeln können. Ein Thema, das gerade in Zeiten, in denen Erschöpfung, Burnouts und Stress feste Bestandteile unserer Gesellschaft sind, bedeutend ist.

Paulus, dessen Briefe den größten Teil des neuen Testaments bilden, kannte Druck nur zu gut. Bitte lies 2. Korinther 1:8-11.

Mit Sicherheit ist der lebensbedrohliche Druck, dem Paulus ausgesetzt war, ein anderer, als den, den wir heute in unserem Alltag so oft verspüren. Und doch gibt es Parallelen. Zwei Aussagen stecken in diesen Versen, die auch Dom sich immer wieder selbst zuspricht, wenn er unter Druck gerät:

1. Ich war hier schon einmal

Und tatsächlich hat Gott uns vor dem sicheren Tod gerettet und wird es auch in Zukunft tun. Wir setzen unser Vertrauen auf ihn: Er wird uns immer wieder aus Todesgefahr befreien.

2. Korinther 1:10

Manchmal versucht der Feind, all das aus deinen Gedanken zu löschen, was Gott schon in deinem Leben getan hat – wo er schon treu war. Denk einmal an die vielen Situationen, die dich unter Druck setzen: Vielleicht sind es Vorstellungsgespräche, Klausuren, schwierige Gespräche mit Menschen in deinem Umfeld. Auch wenn die Situationen anders sind: Gott ist der Gleiche und er ist an deiner Seite. Gott hat dich beim letzten Mal, als du großem Druck ausgesetzt warst, getragen und er wird es auch diesmal und in Zukunft tun.

2. Ich bin nicht so wichtig

Unser Tod schien unausweichlich. Aber Gott wollte, dass wir uns nicht auf uns selbst verlassen, sondern auf ihn, der die Toten zu neuem Leben erweckt.

2. Korinther 1:9

„Es geht weder um dich, noch um mich.“ sagte Dom, denn: Wir sind nicht so wichtig. Auch wenn es sich manchmal anders anfühlt: Der meiste Druck kommt von innen, nicht von außen. Bitte lies, was Paulus in 2. Korinther 11:24-28 schreibt.

Und als wäre das alles nicht genug, ist da auch noch der Druck, der täglich auf mir lastet – die Sorge um alle Gemeinden.

2. Korinther 11:28

Paulus war Todesqualen ausgesetzt: Ausgepeitscht, Schiffbruch, beschwerliche Reisen und vieles mehr. Doch das, was wirklich auf ihm lastet, ist die Sorge um die Gemeinden. Aber Paulus wusste auch: Er hatte einen Auftrag von Gott und er konnte ihm vertrauen.

Wenn wir es schaffen, unser Denken zu verändern – weg von „ich soll das machen“ und hin zu „Ich muss das nicht machen, aber ich darf“, dann können wir so viel mehr erreichen. Der Gedanke „ich muss dieses und jenes tun“ kann uns lähmen. Doch Fakt ist: Wenn du es nicht tust, dann tut es ein anderer. Denn du bist nicht so wichtig. Gott ist Gott – mit oder ohne dich. Er braucht uns nicht, um sein Werk zu tun.

Ein Großteil des Drucks, den wir verspüren, ist unsere Einschätzung und Interpretation von Dingen und Situationen. Wenn wir verstehen, dass Gott uns schon mehr als einmal gerettet hat, dass er der Mittelpunkt von allem ist und dass er durch unsere Schwachheit seine Stärke zeigt, dann bist du frei zu sagen:

3. Ich bin besser unter Druck

Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung.

Römer 5:3-4

Wenn wir Druck richtig interpretieren und einsetzen, kann er etwas sehr Kraftvolles in unserem Leben sein. Gott bewahrt uns nicht einfach vor Druck in unserem Leben, weil er weiß: Wir können mehr, sind besser unter Druck. Dafür gibt es unzählige Beispiele aus der Bibel: Denk zum Beispiel an Daniel in der Löwengrube. Gott hat Daniel nicht davor bewahrt, in die Grube geworfen zu werden. Denk an Jospeh, der 13 Jahre lang unschuldig im Gefängnis saß. Denk an Jesus im Garten Gethsemane. Er betete „Vater, lass diesen Kelch an mir vorbei ziehen.“ Doch er betete auch „nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“

Wenn du heute unter Druck stehst, dann darfst du Gott vertrauen: Es geht nicht so sehr darum, was um dich herum passiert, sondern viel mehr um das, was Gott durch Druck in dir macht, was er in dir freisetzen möchte. Druck erzeugt Kraft. Und davon brauchen wir alle etwas. Druck lässt uns besser beten, mehr vertrauen, macht uns demütiger. Mehr Druck bedeutet mehr Kraft. Durch Druck macht Gott dich nicht nur stärker – er bereitet dich auch auf etwas vor, dass er durch dich machen möchte.


Pin It on Pinterest

Share This