A NEW YOU – TEIL 3

In den Predigten zu „A New You“ widmen wir uns ganz den sechs Kapiteln des Epheserbriefes, letzten Sonntag war Kapitel 3 an der Reihe. In diesem Kapitel des Epheserbriefes gibt uns Paulus eine Art „Wanderkarte“ mit an die Hand, an der wir uns orientieren können, wenn es darum geht ein geistlich erfülltes Leben, wie es von Gott für uns vorgesehen ist, zu führen. Paulus betet viel und er gewährt uns Einblick in die Dinge die er an Gott richtet und vor allem wie er damit vor Gott kommt.

Epheser 3:14-21: 14 „Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an, 15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben. 16 Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet. 17 Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen. 18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren. 19 Ja, ich bete, dass ihr diese Liebe immer tiefer versteht, die wir doch mit unserem Verstand niemals ganz fassen können. Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist. 20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. 21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.“

Das neue Jahr ist bereits fünf Wochen alt – ein guter Zeitpunkt für unseren Pastor, sich nach dem Stand unserer Neujahrsvorsätze zu erkundigen. Man startet mit großen Ambitionen ins neue Jahr, doch die Realität holt einen langsam aber sicher wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir wollen uns gesünder ernähren, mehr Sport treiben und wesentlich mehr Zeit mit Gott verbringen, doch in der Zwischenzeit haben wir schon den ein oder anderen Whopper und BigMäc verdrückt und SocialMedia fordert wie gehabt unsere ganze Aufmerksamkeit. Es gerät wieder alles „außer Kontrolle“ – oder alles bleibt beim Alten.

In diesem Kontext stellt Dom die These auf, dass viele Christen geistlich nicht erfüllt sind. Paulus definiert diese Erfüllung in Kapitel 3 des Epheserbriefs.

Epheser 3,19: Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.

Aber geht es darum als Christ ständig erfüllt sein zu müssen? Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um, schließlich hat Gott mich mit diesen Gefühlen geschaffen. Auch hierzu liefert uns die Bibel eine passende Antwort und zwar im 1. Buch Timotheus Kapitel sechs:

1. Timotheus 6,6: „Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat.“

Um das zu verdeutlichen, hatte Dom ein passendes Beispiel parat – speziell für die weiblichen Gottesdienstbesucher: „Was könnte anziehender und attraktiver sein, als ein Mann, der in sich ruht und mit sich im Reinen ist? Ein Mann, der gefestigt ist in seinen Werten und in seinem Glauben und der deshalb eine selbstsichere und souveräne Ausstrahlung besitzt?“ Soweit ich (=männlicher Autor dieses Blogposts) es mitbekommen habe, waren sich Damen sicher: Der von Dom beschriebene Mann ist ein Traumtyp. Halten wir also fest:

„Du bist auf der Siegerseite des Lebens, wenn du eine Beziehung zu Gott hast UND zufrieden bist mit dem was dir Gott geschenkt hat.“

Hast du das schon einmal gehört – und doch ändert sich irgendwie nichts? Die Unzufriedenheit bleibt: Warum wiederfährt das Gute immer anderen, aber nicht mir? Ich lese doch täglich in der Bibel oder lerne Verse auswendig (dies gehört ohne Zweifel dazu, um geistlich zu wachsen). Aber wenn wir ehrlich zu uns sind, wissen wir, dass das nicht der richtige Weg ist. Es reicht nicht aus, es nur mit dem Verstand zu erfassen, solange unser Herz davon unberührt bleibt. Die längste Strecke im Leben eines Christen ist die vom Verstand zum Herzen. Denn nur, wenn wir Jesus in unser Herz einladen und ihm dort den Freiraum gewähren, den er benötigt, dann kann er in uns wirken und wir werden ein geistlich erfülltes Leben führen können. Er wird uns von Grund auf verändern und vielleicht erkennen wir uns selbst nicht wieder. Plötzlich sind Dinge, die wir seit Jahren immer auf die gleiche Art und Weise angegangen sind, plötzlich falsch, fühlen sich nicht mehr richtig an. Wenn das passiert, haben wir Jesus nicht nur in unser Innerstes eingeladen, sondern ihn wirklich aufgenommen. Wenn wir Jesus zum Mittelpunkt unserer Herzen machen, werden wir überwältigt sein von der Liebe, die wir empfangen dürfen. Um es mit Doms Worten zu sagen: „Viele sehen die Liebe Gottes wie einen Bach in den Bergen. Oh, der ist aber schön, danke Gott, du liebst mich echt. Ok, jetzt geh ich mal weiter. In Wirklichkeit ist die Liebe Gottes wie ein endloser Ozean und viele schaffen es noch nicht mal hinter die Brandung.“

Gott schafft nicht nur ein neues du, sondern ein neues wir. Er baut eine neue Art von Gemeinschaft, eine neue Familie. Ein Ort, wo Menschen ein Segen für andere sein wollen, wo nicht jeder an sich denkt, sondern wo Menschen es lieben, das Leben zu teilen, ihr Bestes zu geben, weil sie wissen, dass ihnen so Erfüllung wiederfährt. Wir sollten verinnerlichen, dass wenn sich jemand „leer“ fühlt und er anfängt sein Leben in den Dienst für Gottes Werk zustellen, ihm dadurch die Erfüllung Gottes zuteilwird.

Ich möchte dich ermutigen Jesus den Freiraum in deinem Herzen zu gewähren, den er benötigt um dich von Grund auf zu verändern und dich zu erfüllen. Denn Gottes Liebe zu Dir ist die wichtigste Botschaft des Evangeliums und unser Ziel muss es sein, diese wunderbare Nachricht in die Welt hinauszutragen. Wie sollte dies besser funktionieren als mit einem erfüllten Leben?

 

Die Predigt in voller Länge:

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