A NEW YOU – TEIL 1

„Wenn du dich dafür entschieden hast, Jesus nachzufolgen, hast du bereits ein neues Leben geschenkt bekommen. Deshalb predige ich nicht darüber, wie du dieses neue Leben bekommst – sondern wie du es lebst.“ So startete Dom in den ersten Teil der Predigtserie A NEW YOU am vergangenen Sonntag.

In A NEW YOU dreht sich alles um den Epheserbrief, von dem einige Theologen sagen, dass er in Perfektion aus der Vogelperspektive beschreibt, wie es ist, Jesus nachzufolgen. In Teil 1 von A NEW YOU schauen wir uns die vier theologischen Schwerpunkte des Epheserbriefs an:

1. Paulus möchte, dass die Menschen in Ephesus verstehen, dass sie einen souveränen Gott haben

Epheser 1, 1-3: Paulus, ein Apostel von Jesus Christus, durch Gott berufen, schreibt diesen Brief an alle in Ephesus, die durch den Glauben mit Jesus Christus verbunden sind und ganz zu Gott gehören. Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn. Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt. 

Diese Zeilen machen klar, was wirklich passiert, wenn du dein Leben in Gottes Hände legst: Wir, die Nachfolger Jesu, haben durch ihn Zugang zu der himmlischen Welt Gottes. Es ist einfach der Hammer, dass wir normal sterblichen Menschen, die sündigen, nicht sonderlich heilig und alles andere als perfekt sind, Zugang zu Gott haben. Ein Gott, der einen wunderbaren Plan für jeden Menschen dieser Welt hat. Was nicht heißt, dass es keine Herausforderungen oder Hindernisse in unserem Leben gibt. Gerade deshalb ist es wichtig, Gott immer wieder zu sagen: Was auch kommt – du stehst an erster Stelle für mich und ich vertraue dir. Gerade zum Anfang eines Jahres ist es gut, sich das noch einmal bewusst zu machen.

2. Paulus möchte, dass die neue Kirche versteht, dass sie eine unglaubliche Errettung erlebt

Epheser 2, 8-9: Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. Durch eigene Leistungen kann ein Mensch nichts dazu beitragen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden.

Welche eine starke Botschaft: Wir schaffen nichts ohne Hilfe Gottes und doch hat er uns gerettet. Das hat nichts mit unseren Leistungen zu tun, sondern mit all dem, was Jesus für uns getan hat. Vor Gott sind wir alle gleich und niemand schafft es, seinen Maßstäben gerecht zu werden. Doch Jesus hat es möglich gemacht – was für ein Geschenk!

3. PAULUS MÖCHTE, DASS DIE MENSCHEN VERSTEHEN, DASS SIE TEIL DER FAMILIE SIND

Epheser 2, 11-19: Vergesst nie, dass ihr früher verächtlich »Unbeschnittene« genannt wurdet, weil ihr zu den nichtjüdischen Völkern gehört. Die Juden wollten sich als »Beschnittene« von euch unterscheiden, obwohl ihre Beschneidung nur von Menschen durchgeführt wird. Ihr habt damals ohne Christus gelebt und wart ausgeschlossen von Israel, dem Volk Gottes. Darum galten für euch die Zusagen nicht, die Gott seinem Volk gab, als er seine Bündnisse mit ihnen schloss. Ohne jede Hoffnung und ohne Gott habt ihr in dieser Welt gelebt. Doch das ist vorbei! Jetzt gehört ihr zu Jesus Christus, der am Kreuz sein Blut für euch vergossen hat. Ihr seid Gott jetzt nahe, obwohl ihr vorher so weit von ihm entfernt lebtet. Durch Christus haben wir Frieden. Er hat Juden und Nichtjuden in seiner Gemeinde vereint, die Mauer zwischen ihnen niedergerissen und ihre Feindschaft beendet. Durch sein Sterben hat er das jüdische Gesetz mit seinen zahlreichen Geboten und Forderungen außer Kraft gesetzt. Durch Christus leben wir nicht länger voneinander getrennt, der eine als Jude, der andere als Nichtjude. Als Christen sind wir eins. So hat er zwischen uns Frieden gestiftet. Christus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben, damit wir alle Frieden mit Gott haben. In seinem neuen Leib, der Gemeinde von Christus, können wir nun als Versöhnte miteinander leben. Christus ist gekommen und hat seine Friedensbotschaft allen gebracht: euch, die ihr fern von Gott lebtet, und allen, die nahe bei ihm waren. Durch Christus dürfen wir jetzt alle, Juden wie Nichtjuden, vereint in einem Geist zu Gott, dem Vater, kommen. So seid ihr nicht länger Fremde und Heimatlose; ihr gehört jetzt als Bürger zum Volk Gottes, ja sogar zu seiner Familie.

Das ist es, was Jesus möglich gemacht hat: Eine Kirche ist ein Ort, an den Menschen kommen können und einfach sie selbst sein dürfen. Ohne Vorurteile, ohne Maske, egal wo du her kommst, egal was deine Vergangenheit ist. Kirche sollte ein Ort sein, an dem du Zuhause bist. Wir haben so viele Mauern in der Gesellschaft, über die wir als Kirche Brücken bauen wollen, damit einsame, unglückliche, traurige, kranke (…) Menschen Teil der Familie werden können.

Epheser 2, 20 – 22: Als Gemeinde von Jesus Christus steht ihr auf dem Fundament der Apostel und Propheten. Doch der Grundstein, der dieses Gebäude trägt und zusammenhält, ist Jesus Christus selbst. Durch ihn sind die Bauteile untereinander fest verbunden und wachsen zu einem Tempel des Herrn heran. Weil ihr zu Christus gehört, seid auch ihr ein Teil dieses Baus, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.

Das ist Church in drei Versen. Jesus ist der Eckstein und er baut dich in das Mauerwerk der Familie mit ein. Die Apostel von damals sind physisch nicht mehr Anwesend, wir sind nun hier und bauen weiter. Für jeden von uns wird es ein Platz in dem Bauwerk geben. Und das ist ganz wichtig: auf für dich ist ein Platz in der Familie!

4. Paulus möchte, dass die Menschen verstehen, was ihr Platz bei Gott ist

Epheser 1, 3: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt.

Die Vorstellung, dass wir mit Jesus an der rechten Seite von Gott sitzen dürfen, ist einfach überwältigend. Und es bedeutet auch: Gott ist immer da – jeden Tag, egal was du macht. Gott ist da, Gott ist nah. Das ändert dein komplettes Leben – ändert deine Entscheidungen, wie du z.B. mit Geld umgehst, wie du Auto fährst, deine Kollegen behandelst…

Auch aus diesem Grund sind wir am 07.01. in eine 21tägige Gebets- und Fastenzeit gestartet. Wir wollen damit näher an Gottes Herz kommen. Wir wollen uns bewusst machen, dass Gott nicht nur am Sonntagmorgen da ist, sondern auch die anderen Tage der Woche. Wenn du dir das klar machst, dann kannst du gar nicht anders, als beispielsweise die Wahrheit zu sagen oder dir ein Bahnticket zu kaufen, obwohl du weißt, dass die Bahnen nie kontrolliert werden. Es ändert dein ganzes Leben!

Gott hat die Kontrolle über dein Leben, das musst du dir klar machen. Dieses Bewusstsein bedeutet ein „NEW YOU“ zu sein. Schärfe dein Bewusstsein durch Gebete.

Epheser 1, 16 – 17: höre ich nicht auf, Gott dafür zu danken. Jedes Mal wenn ich bete, denke ich auch an euch. Ihn, den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Herrlichkeit gehört, bitte ich darum, euch durch seinen Geist Weisheit und Einblick zu geben, so dass ihr ihn und seinen Plan immer besser erkennt. 

Also vergiss nicht: Gott ist ein souveräner Gott, du hast eine unfassbare Errettung geschenkt bekommen, du bist Teil der Familie, Gott hat einen extrem guten Plan für dich und du hast einen Platz bei ihm. Er ist immer da, er ist immer nah und hat dein Leben unter Kontrolle.

 

Die Predigt in voller Länge:

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