30.08. – 19.09.

Pray First

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.
[Psalm 46:10]

Alle Andachten zum

Guided Prayer

Während unserer 21 Tage Gebet & Fasten kannst du immer von montags bis freitags um 7 Uhr am „Guided Prayer“, also einer geführten Gebetszeit, via Zoom teilnehmen. Diese Gebetszeit findet ausschließlich live statt. ABER: Wenn du die ganze Stunde eines bestimmten Tages noch einmal anschauen möchtest, schreib uns an info@citychurch.koeln, dann senden wir dir einen Link zur Aufzeichnung. 

UND: Die Andachten, Bibelverse und Denkanstöße zum Guided Prayer stellen wir immer im Anschluss an die morgendlichen Termine hier für dich beret.

Woche 1: 31.08.-04.09.

Andacht vom 31. August

Jahwe Shalom – der HERR ist Friede

Scripture:
Richter 6:23-24 Da sprach der HERR zu ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben. Und Gideon baute dem HERRN dort einen Altar und nannte ihn: Jahwe-Shalom.

Jahwe Shalom kannte Gideons Feinde. Es waren nicht genug für die gesamte Armee Gideons. Jahwe Shalom kannte Gideons Kraft und regelmäßigen Zweifel. Der HERR sieht die Kraft, die er Gideon gegeben hat. Gideon hat einige Male gezweifelt, was als Schwäche ausgelegt werden könnte. Tatsächlich aber ist Gideons ehrliche Ansprache seiner Zweifel doch das gewesen, wo der HERR ihn immer wieder bestätigt und gestärkt hat. Bis er mitten im Kampf völlig zuversichtlich war, dass der HERR auch Sebach Zalmunna in seine Hand geben wird.

Jahwe Shalom kannte den Ausgang des Kampfes in den er Gideon geschickt hat. Jahwe-Shalom ist der Gott der Frieden. Sein Charakter ist Frieden bringend. Gott hat sich Gideon als Gott der Frieden bringt offenbart. Und der HERR ist seinem Namen treu gewesen, weil ER dem Volk Israel durch Gideon auch Frieden gebracht hat.

Shalom-Frieden scheint kein Gefühlszustand zu sein. (Etwa ein Gefühl der Entspanntheit oder die Abwesenheit von Sorge). Gideon hatte eine Begegnung mit Jahwe-Shalom und hat es auch danach geschafft sich nicht zu fürchten. Das Volk Israel hatte keinen Frieden, es wurde unterdrückt. Gideon hat mit dem Gott des Friedens für den Frieden gekämpft. Israel hat Frieden erlebt. (Richter 8:28)

Observe:
Was will Gott dir damit sagen?

Apply:
Möchte Gott auch deine Schwäche nutzen um dir Kraft zu schenken?
Gibt es heute ein Anliegen, welches du vor den Gott des Friedens bringen möchtest?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 01. September

Gottes Frieden übersteigt unseren Verstand

 

Scripture:
Philipper 4:6-7 Friede den Gott für uns hat: Jesus gibt uns nicht so wie die Welt gibt–sein Frieden übersteigt unseren Verstand.

Es gibt allen Grund zur Freude! Trotz kleiner oder großer Schwierigkeiten (Paulus waren Verfolgung, Ketten, Hetze, Schläge sehr gut bekannt) konnte sich Paulus freuen. Woran hat er sich gefreut und woran dürfen wir Christen uns freuen? An dem Herrn Jesus. „Denn ich verstehe mich aufs Arm sein, ich verstehe mich aber auch aufs Reich sein, ich bin mit allem vertraut, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu Leiden. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ Paulus ist nicht froh, weil er Geld hat oder nicht hat. Paulus ist nicht froh, weil er immer genug Essen hat oder nicht hat.

Paulus hat Jesus und der ist Grund genug, um Freude zu empfinden. Hurra! Ich hab Jesus! Gib Sorgen keine Bühne, sondern sprich mit Gott über deine Not und dank ihm. „Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgenmacht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?“ (Matthäus 6:24 NGÜ) Sorgen ändern in den allermeisten Fällen eh nichts. Das, was du beeinflussen kannst – das tu. Und über den Rest sprichst du mit Gott, deinem himmlischen Vater und dankst ihm. Dann wird Gottes übernatürlicher Friede dein Herz und deine Gedanken bewahren. Dort, wo das Gebet an die Stelle der Sorge trifft, greift Gottes Geschenk des Friedens, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt. Dieser Friede scheint wie „lebendig“ zu sein, denn er wird dann „über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“ „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“

 Mit „alles“ meint Paulus, dass er mit Christus alle äußerlichen Umstände durchstehen kann. Ob Gott nun Armut in Paulus Leben zulässt, oder ihn mit Reichtum segnet. Ob er hungrig ist, oder satt. Mit allen äußerlichen Umständen kommt Paulus gut klar, weil er Jesus hat und Jesus ihn stark macht. Paulus hat den Philippern nicht versprochen, dass Gott alles Unbequeme, jede Verfolgung, jede Streitigkeit, die es in der Gemeinde gab, einfach wegnehmen wird. Paulus hat aber die Zusage gegeben, dass wenn die Philipper mit Gott über ihre Anliegen sprechen, ihm dabei auch Danke sagen (vielleicht auch für das, was Gott schon mal für sie getan hat). Dann wird Gottes Friede ihre Gedanken und Herzen bewahren in Christus Jesus. Gott der Vater kennt ja ihre Anliegen und wird ihnen geben was sie brauchen. Und in Jesus ist auch Kraft sich in allen noch so unbequemen Umständen zu freuen.

Observe:
Was will Gott dir damit sagen?

Apply:
„Freut euch in Christus“ Was macht dieser Ausspruch von Paulus an die Philipper mit dir?
Welches konkrete Anliegen möchtest du Gott erzählen, ihn bitten einzugreifen und ihm danken?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 02. September

Friede miteinander

Scripture:
Epheser 4:3 Setzt alles daran, dass die Einheit, wie sie der Geist Gottes schenkt, bestehen bleibt. Sein Friede verbindet euch miteinander.

Wir Christen gehören gemeinsam zu einer großen, die ganze Welt umfassenden Gemeinde. Der Vater im Himmel hat selbst einen festen Grund geschaffen für die Einheit unter den Menschen, die Jesus Christus lieben und vertrauen. Gottes Heiliger Geist öffnet immer wieder Menschen ihr Herz für seine Liebe. Lässt die Familie Gottes jeden Tag größer werden. Stiftet Frieden. Zwischen sich und uns Menschen. Zwischen uns Menschen untereinander und mit uns selbst. Er ermöglicht es Menschen, Frieden zu finden über eine friedlose Vergangenheit. Schuld nicht verdrängen zu müssen, sondern sie bekennen zu dürfen und vergeben zu bekommen. Gott schenkt uns seine spürbare Nähe und seinen Trost in den Nöten der Gegenwart. Gibt uns den Mut, die Zukunft in seinem Namen und mit seiner Kraft in Angriff zu nehmen. Er vereint unterschiedlichste Menschen in seiner Liebe. Schenkt uns eine tiefe Verbundenheit als Kinder Gottes, die auf sein liebevolles Handeln zurückgeht.

Je größer uns die Liebe Gottes wird, desto wichtiger werden uns auch die Glaubensgeschwister, die Gott uns an die Seite stellt. Wenn Jesus Christus der Mittelpunkt unseres Lebens ist, kann sich das immer positiv auf unser Verhalten anderen gegenüber auswirken. Wo wir Jesus Schiedsrichter über unsere Gedanken, Worte und Taten sein lassen, bestimmt sein Frieden unser Leben und seine Liebe unser Miteinander. Jesus sagt: An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Was für eine großartige Chance bietet sich da für unser Christ sein! Da werden dann Menschen neugierig fragen, was bzw. wer hinter diesem wertschätzenden und liebevollen Miteinander von uns Christen steckt. Der Apostel Paulus forderte damals die Christen auf, an der durch den Heiligen Geist geschenkten Einheit festzuhalten und sie mit Leben zu erfüllen. Dies ist auch heute brandaktuell. Jeder neue Tag, den Gott uns schenkt, ist eine herrliche Chance, seinem Namen alle Ehre zu machen. Begreifen wir Christen unsere Schwestern und Brüder als Gottes großes Geschenk an uns. Machen wir Gott doch die große Freude und leben als Christen so miteinander, dass Menschen neugierig werden auf diesen Vater im Himmel, der solche Kinder hat!

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wie verbunden fühlst du dich mit anderen Christen? Was hindert dich ggf. daran, mit anderen Glaubensgeschwistern in Gemeinschaft zu kommen?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 03. September

Friede mit sich selbst

Scripture:
1. Johannes 3:18-21 Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit. Daran erkennen wir, dass die Wahrheit unser Leben bestimmt. So können wir mit einem guten Gewissen vor Gott treten. Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau. Kann uns also unser Gewissen nicht mehr verurteilen, meine Lieben, dann dürfen wir voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen.

Vor kurzem hatte ich den Eindruck, eine Person anzusprechen, aber ich habe es mich nicht getraut. Danach haben mich Schuldgefühle geplagt und es kamen mir Gedanken wie „das wirst du immer wieder nicht schaffen“ in den Kopf. Kennst du sowas? Vielleicht kannst du auch andere Fehler, die du mal begangen hast, einfach nicht vergessen und schleppst sie als Ballast mit dir rum. Ich bin überzeugt, dass wir das alle kennen.

 In der Bibelstelle lesen wir, dass, wenn wir einander lieben, die Wahrheit – Jesus – unser Leben bestimmt. Unser Gewissen kann uns Schuld zusprechen, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott barmherzig ist und uns bereits vergeben hat. Lasst uns auf diese Verheißung vertrauen und uns selber vergeben. Wir müssen die Sachen nicht mit uns rumschleppen, weil wir freigesprochen sind. Entscheide dich, im Frieden über dich selbst zu sein, dann kannst du voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen.

Es ist schon alles getan, du musst dich nicht länger schuldig fühlen!

Observe:
Frag Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Schleppst du noch Fehler mit dir rum, weil du dir selber nicht vergibst? Wenn ja, welche? Gib sie Gott ab!
Wie hat es sich angefühlt, als du dir schon einmal bewusst selbst vergeben hast?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 04. September

Friede durch Vergebung

Scripture:
„Wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.“ (Matthäus 6,14+15)

Wenn du in Köln wohnst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dir schon mal ein Fahrrad gestohlen wurde. Das ist so ärgerlich! Nicht nur, dass es Geld gekostet hat, sondern man steht morgens plötzlich unter Zeitdruck: Wie komme ich jetzt schnell zur Arbeit/Schule/Uni?

Warum um alles in der Welt sollte ich diesem Dieb vergeben?! Viel eher hat er jetzt eine Strafe verdient. Ja, der Mensch wird sich für jede böse Tat vor Gott verantworten müssen und Jesus wird als Richter auf diese Erde zurückkehren (s. 2. Tim. 4,1). Doch was dich angeht, ist die Anweisung von Jesus eindeutig: Vergib! Vielleicht fällt uns das manchmal so schwer, weil wir vergessen, was Gott uns alles vergeben hat und jeden Tag wieder vergibt. Und wie sehr er uns trotz unserer Schwächen und Fehler liebt. Wenn du einmal einem Menschen vergeben hast, wirst du merken, wie sich Ruhe und Frieden in dir ausbreitet anstelle von Wut und negativen Gefühlen.

Observe:
Frage Gott, was er dir mit dieser Bibelstelle sagen möchte.

Apply:
Gibt es eine Person, der du noch vergeben musst? Oder gibt es eine Person, die du zur Vergebung ermutigen kannst?

Nutze doch diesen Moment, um zumindest von deiner Seite endlich Frieden zu schließen oder Frieden zu stiften.

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Woche 2: 07.-11.09.

Andacht vom 07. September

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin

Scripture:
„Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“ (Psalm 46,10)

Die Jünger von Jesus waren ganz aufgeregt, als sie ihn endlich gefunden hatten: „Alle suchen dich!“ Immer wieder lesen wir von Jesus, dass er die Gegenwart Gottes suchte. Das heißt, dass er nicht nur mit seinem Handeln Gott dienen wollte, sondern auch gedanklich möglichst nah bei Gott sein wollte. Als seine Eltern ihn mal in seiner Kindheit suchten, fanden sie ihn im Gotteshaus. Vor seinem Tod am Kreuz ging Jesus an einen ruhigen Ort, um mit Gott in innigen Kontakt zu treten. Wenn die Zeit mit Gott für Jesus, den Sohn Gottes, so wichtig war, dann erstrecht für uns. Natürlich haben wir viele Gründe warum wir es nicht wie Jesus machen können und uns die erste Zeit des Tages für Gott freihalten. Aber mal ehrlich: Wenn dein Arbeitgeber sagt, dass ab morgen die Arbeit eine Stunde früher beginnt, dafür aber dein Lohn verdoppelt wird, würdest du es nicht auch irgendwie hinbekommen? Jesus stand frühmorgens im Dunkeln auf, um zu beten, obwohl er abends noch nach Sonnenuntergang die Menschen geheilt hatte.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wie viel Zeit deines Tages ist heute für Gott reserviert? Und wieviel Zeit soll es ab morgen sein?
Erinnerst du dich noch an die Predigtreihe „Non-Stop“? Vielleicht magst du ja nochmal reinhören (verfügbar auf den üblichen Kanälen).

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 08. September

Immanuel: Gott ist bei mir

Scripture:
»Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«. Matthäus 1:23
Warst du schon einmal allein in einer großen Menschenmenge oder auf einer Party, und völlig überraschend triffst du jemanden, den du kennst? Erleichterung überkommt dich, weil du eine Zuflucht gefunden hast, die eine zuvor noch bedrohliche erscheinende Atmosphäre in ein völlig neues Licht taucht. Es ist immer gut, ein bekanntes Gesicht in einer unbekannten Umgebung zu sehen. Der Versuch, ein Gespräch in einem Raum voller völlig Fremder zu beginnen, kann beängstigend sein. Das Leben selbst kann beängstigend sein. Was auch immer dich heute erwartet; eine schwierige Aufgabe, ein unangenehmes Gespräch oder ein weiterer Tag mit Schmerzen, erinnere dich daran, dass Jesus mit dir ist. Wenn Jesus dabei ist, ändert das alles. Vielleicht ändert deine Umstände nicht so, so wie du es dir wünscht. Aber du hast alles, was du brauchst. Du kannst jeden Umstand durchstehen, weil Jesus mit dir ist.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wo kannst du die Gegenwart Gottes in bestimmten Situationen in deinem Leben erkennen?
Welche Prüfungen und Schwierigkeiten hast du in diesem Jahr mit Gottes Hilfe überwunden, die Gott vielleicht nutzen möchte, um jemanden zu trösten und zu ermutigen, der ähnliche Umstände durchmacht?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 09. September

Jahwe Jihre – Gott der Versorger

Scripture:
„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Matthäus 6:11

Deutsche lieben Versicherungen, sagt man. Tatsächlich gibt es sogar Versicherungen für Versicherungen. Bei all dem Luxus, der uns im Schadensfall vielleicht Dinge ersetzt, sollten wir als gottesfürchtige Menschen eines nicht vergessen: das Versorgungssystem ist für alle, die an Gott glauben, denkbar einfach. Gott versorgt. Heute und morgen, ohne Sorgen. Zu schön um wahr zu sein? Nein, Jesus selbst stellt diese Bitte voller Zuversicht an Gott. Gleichzeitig warnt uns die Bibel eindringlich davor, nach Reichtum zu streben. Für alle, die stattdessen die Weisungen und Ziele Gottes zu ihrer Priorität machen und Gottes Gerechtigkeit verfolgen, gibt es eine perfekte Zusage: Gott weiß, was du brauchst und er wird dich versorgen. So wie Gott uns versorgt, wünscht er sich auch, dass wir unsere Mitmenschen versorgen. Im Prinzip sind wir dann die Verwalter von dem, was Gott uns anvertraut. Und Gott wird uns dafür wiederum belohnen!

Observe:
Frage Gott, was er dir heute damit sagen möchte.

Apply:
Was scheint in deinem Leben notwendig zu sein? Du darfst es unter Gottes Verheißung stellen, z.B.: „Ich brauche einen sicheren Arbeitsplatz –Gott ist mein Versorger.“ „Ich wünsche mir einen Partner – Gott ist mein Versorger.“ usw.
Welche Dinge besitzt du, die du mit anderen teilen kannst? Z.B. Liebe, Geld, Zeit usw.

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 10. September

Kenne dein „Genug“

Scripture:
1. Mose 1:31-2:1-3 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war tatsächlich sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen – der sechste Tag. So entstanden Himmel und Erde mit all ihren Lebewesen. Am siebten Tag hatte Gott das ganze Werk vollendet und ruhte von seiner Arbeit. Gott segnete ihn und machte ihn zu einem besonderen Tag, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollendet hatte.

Kennst du das auch? Du bist an einer Aufgabe dran und dich fragt jemand, ob du noch was anderes übernehmen kannst oder du willst unbedingt noch etwas fertigbekommen, noch einem Freund helfen, noch in einem anderen Team mitarbeiten, eine Sache nochmal neu machen, weil es dir doch noch nicht gut genug gefällt – du machst die Sachen, merkst aber schnell, dass das eigentlich zu viel war.
Denkst du, dass Gott auch solche Gedanken hatte? Noch unbedingt einen Busch mehr erschaffen wollte? Die Nase doch nochmal verändern wollte? Ich bin glaube nicht! Er sagte, es war sehr gut. Dabei hätte er die Kreativität, die Zeit und die Macht gehabt, noch viel mehr zu machen, aber er war (und ist) zufrieden mit seinem Werk.
Kenne dein genug und ruhe von deiner Arbeit – diese Zeit ist besonders, so wie Gott den siebten Tag zu einem Besonderen gemacht hat.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Bist du momentan zufrieden mit der „Leistung“, die du bringst?
Wie viel Zeit nimmst du dir, um zur Ruhe zu kommen?
Welche Motivation hast du hinter den Sachen, die du tust?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 11. September

Nach Gottes Worten handeln

Scripture:
Matthäus 11:29-30 „Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben. Das Joch, das ich euch auflege, ist leicht, und was ich von euch verlange, ist nicht schwer zu erfüllen.“
Vielleicht kennst du das auch. Du bist in einer Zeit, wo sehr viel passiert und von dir erwartet wird. Du fühlst dich aufgewühlt, gestresst oder sogar unter Druck gesetzt – gefühlt wird die Zeit nicht mehr, eher sogar weniger.
Jesus fordert uns auf, ihm zu vertrauen und von ihm zu lernen. Mir fällt das nicht immer leicht, aber Gott hat mich in stressigen Momenten schon oft überführt und gezeigt, dass ich bei ihm Ruhe finde, wenn ich ihm vertraue und Zeit mit ihm verbringe. Es ist eine Verheißung, die wir annehmen können! Sein Joch ist leicht und bei ihm finden wir Ruhe, wenn wir seinen Wegen folgen. Jesus sieht auch nicht auf dich herab. Auch nicht, wenn du etwas falsch machen solltest, sondern er geht behutsam mit dir um.
Zeit mit Jesus zu verbringen und seinen Wegen zu folgen, scheint meist in stressigen Situationen nicht in den Zeitplan zu passen. Jesus trägt uns das allerdings auf, mit der Verheißung, darin Ruhe zu finden. Lasst uns also danach handeln.

Observe:
Frag Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wie ist deine Situation momentan? Bist du gestresst?
Handelst du nach Gottes Worten/seinem Willen? Wo könntest du Gott noch mehr vertrauen, um stärker in seine Ruhe hereinzukommen?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Woche 3: 14.08.-18.09.

Andacht vom 14. September

Abba – Gott als Vater

Scripture:
Römer 8:15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

Stell dir vor, ein Freund würde dir sagen, dass Felipe VI, der König von Spanien, morgen zum Abendessen kommen wird und du bist eingeladen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich würde mich darauf vorbereiten (Haare, Kleidung, Spanisch Crashkurs usw.), so gut ich kann, schließlich wird mir nicht irgendwer am Tisch gegenüber sitzen. Das Wort König löst bestimmte Bilder in uns aus. Du denkst bei dem Wort König sicher nicht daran, wie du bei Felipe VI auf dem Schoß sitzt, während er dir aus der Verfassung vorliest. Anders ist es mit dem Wort Papa oder Vater. Abba war ein aramäisches Kosewort, das diesen in etwa entsprach. Das erstaunliche ist, dass, wenn du Christ wirst, der König der ganzen Erde dich als sein Kind adoptiert – und das hat gewisse Vorteile. Du musst dich nicht fürchten, sondern kannst jederzeit zu ihm kommen und eine innige Beziehung zu ihm führen.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit heute sagen möchte.

Apply:
Wie siehst du Gott als deinen Vater?
Wie würdest du deine gegenwärtige Beziehung zu ihm beschreiben?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 15. September

Gott hören – andere ermutigen

Scripture:
Johannes 10:27 Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Wenn wir uns für ein Leben mit Jesus entschieden haben, sind wir seine Schafe und er ist unser Hirte. Wie die Bibelstelle sagt, kennen wir seine Stimme. Ist das nicht total beruhigend? So oft versuchen wir krampfhaft Gott zu hören aber wissen nicht wie. Dabei kommt in dieser Bibelstelle rüber, wie natürlich das ist. Schafe reagieren sofort auf die Stimme ihres Hirten, wenn sie ihn gut kennen. Damit sie ihm folgen, müssen sie ihm voll und ganz vertrauen. Lasst uns Gott in jedem Bereich vertrauen! Weil wir seine Schafe sind, hören wir seine Stimme und unser Auftrag ist es, dem zu folgen, was ihm auf dem Herzen liegt und was er uns sagt.
Gott ist ein ermutigender und ermahnender Gott. Ihm liegt es auf dem Herzen, Menschen so zu stärken – also sollte es das uns auch sein. Lasst uns anfangen, Gott zu fragen, was er über die Menschen um uns herum denkt und ob wir etwas weitergeben können. Denn wir kennen seine Stimme und können durch seine Weisheit und mit seinen Gedanken Menschen ermutigen.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Bist du davon überzeugt, dass du Gottes Stimme hören kannst? Wenn nicht, dann tue Buße, nehme das an und vertraue Gott. Es ist eine Verheißung!
Welche zwei bis drei Leute kannst du heute mit einem Wort Gottes ermutigen? Frag Gott, was er für sie auf dem Herzen hat.

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 16. September

Gott spricht – hörst du auch hin?

Scripture:
Johannes 10:3-5 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.

Jemand sagte einmal: „Wenn du Gott sprechen hören willst, ließ deine Bibel. Wenn du Gott akustisch sprechen hören willst, ließ deine Bibel laut.“
Als Christen neigen wir sehr stark dazu, Teile des Christ-Seins, die Gott als einfach gemeint hat, zu verkomplizieren. Gottes Stimme zu hören ist keine Quantenphysik. Lass es uns heute also einfach halten. Gott hat mehrere Möglichkeiten, zu dir zu sprechen. Zum Beispiel durch das Lesen der Bibel (was ich dir empfehlen würde, wenn du eine Weile nichts von Gott gehört hast), durch Menschen, durch dein Umstände, durch Visionen, Träume, Eindrücke, Gefühle, Sinne usw. Die Frage ist, hörst du auch zu, wenn Gott mit dir spricht? Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen hören und zuhören. Hören ist passiv. Zuhören ist aktiv. Hören erfordert keine bewusste Anstrengung, zuhören erfordert das. Hören ist unfreiwillig. Zuhören ist freiwillig. Hörst du zu?

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Was lenkt dich davon ab, Gottes Stimme zu hören? Was könntest du tun, um das zu ändern?
Was sind einige Dinge, die du tun könntest, um Gottes Stimme zu hören?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 17. September

In Geist und Wahrheit anbeten

Scripture:
Die Aussage den Herrn „in Geist und Wahrheit“ anzubeten stammt von Jesus Unterhaltung mit der Samariterin am Jakobsbrunnen in Johannes 4:6-30. In der Unterhaltung diskutierte die Frau über Orte der Anbetung mit Jesus und sagte, dass die Juden in Jerusalem beteten, während die Samariter am Berg Garizim Gott verehrten. Jesus hat gerade offengelegt, dass er über die vielen Ehemänner der Frau wusste sowie über die Tatsache, dass sie derzeit mit einem Mann zusammenlebte, der nicht ihr Ehemann sei. Daraufhin fühlte sie sich unwohl und versuchte seine Aufmerksamkeit weg von ihrem persönlichen Leben, hin zu Religionsthemen zu lenken. Aber Jesus wollte sich nicht von seiner Lektion über wahre Anbetung ablenken lassen und kam auf den Punkt: „Es kommt aber die Stunde – ja, sie ist schon da -, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.“ (Johannes 4:23).
Der Sohn Gottes schiebt mit diesem einen Satz nicht nur die eigenwillige Religion der Samariter beiseite, sondern auch die jahrtausendalte, von Gott selbst gegebene israelitische Gottesdienstordnung! Niemand durfte so etwas tun als nur der, der diese Ordnung selbst eingesetzt hatte! Und wie bemerkenswert ist es, dass der Sohn Gottes diese weitreichende Aussage an einem Brunnen in Sichar einer sittenlosen Frau erklärte! Die übergeordnete Lektion über die Anbetung des Herrn in Geist und Wahrheit ist, dass Anbetung von Gott nicht an eine einzelne geographische Örtlichkeit gebunden ist oder unbedingt durch temporäre Bestimmungen des Alten Testament Gesetzes. Die „Stunde“ wird durch folgende Merkmale charakterisiert:

  • Es ist eine Anbetung, die wahrhaftige Anbeter darbringen. Es geht nicht um eine äußere Nähe zu Gott.
  • Es ist eine Anbetung, die geistlich geschehen würde und nicht durch äußere Zeremonien.
  • Es ist eine Anbetung, die auf der Grundlage der völligen offenbarten Wahrheit geschieht und wo es keine Unwissenheit gibt.
  • Es ist eine Anbetung, die völlig freiwillig geschieht, denn der Vater verordnet sie nicht, sondern er sucht sie.

Wahre Anbetung muss im „Geist“ geschehen, d.h. das ganze Herz ist bei der Sache. Nur wenn es eine reelle Passion für Gott gibt, gibt es auch eine Anbetung im Geist.
Gleichzeitig muss die Anbetung in „Wahrheit“ erfolgen, d.h. angemessen informiert. Nur wenn wir Kenntnis über Gott, den wir anbeten, besitzen, kann man ihn in Wahrheit anbeten. Beides ist erforderlich, um Gott zufriedenstellend und ehrerbietend anzubeten. Geist ohne Wahrheit führt zu einer seichten, überemotionalen Erfahrung, die man mit einem High vergleichen könnte. Sobald die Emotionen weichen, d.h. wenn die Begeisterung nachlässt, dann lässt auch die Anbetung nach. Wahrheit ohne Geist kann in einer trockenen, passionslosen Begegnung enden, die leicht zu einer Form von Legalismus ohne Freude führen kann. Die beste Kombination beider Aspekte der Anbetung führt zu einer freudigen Wertschätzung von Gott, informiert durch die Heilige Schrift. Je mehr wir über Gott wissen, desto mehr wissen wir ihn zu schätzen. Desto mehr wir ihn zu schätzen wissen, desto tiefer wird unsere Anbetung. Desto tiefer unsere Anbetung, desto mehr wird Gott verherrlicht.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wie kannst du am besten in Gottes Herrlichkeit/Gegenwart treten?
Wo begegnest du gerne Gott?
Was ist deine Vorstellung Gott in Geist und Wahrheit anzubeten?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.

Andacht vom 18. September

Wandeln im Geist

Scripture:
Galater 5:16 Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen.

Gott ist Geist. Weiter wissen wir, dass jeder, der sein Leben vertrauensvoll ganz in Jesu Hände gegeben hat, „aus Gott geboren“ ist (siehe z.B. Johannes 1:13). Geist ist Realität. Aber –und hier stößt sich eben der menschliche Intellekt –liegt nicht im Bereich des Sichtbaren. Geist ist erstmal unsichtbar. Gott ist Geist, aber wir können IHN nicht mit unseren menschlichen Augen sehen. Wir glauben an Ihn. Und hier ist der Punkt. Geistliche Realität kann man erstmal nur im Glauben annehmen. Anders ausgedrückt, wenn Gott etwas als wahr erklärt, dann ist es das. Auch wenn ich es nicht sehe.

Im Geist wandeln ist also im Glauben wandeln.

Wenn Gott sagt, ich bin heilig, dann bin ich das.
Wenn Gott sagt, mir ist vergeben, dann ist das so.
Wenn Gott sagt, es gibt keine Verdammnis mehr, dann ist das so.
Wenn Gott sagt, ich bin gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt, dann bin ich das.
Wenn Gott sagt, ich bin in Ihm zur Fülle gebracht, dann bin ich das.
Wenn Gott sagt, dass mir nichts mangelt, dann ist das so.

Im Geist wandeln heißt demütig zu glauben, was Gott als Wahrheit erklärt hat. Da geistliche Realität Wahrheit (oder Wirklichkeit) ist, führt sie immer in Freiheit.
„Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen.“ Wandelt in dem, was Gott als wahr erklärt hat, und diese Wahrheit bringt als Frucht Freiheit.

Wenn ich im Vertrauen auf Gottes Wahrheiten dieselben zu meiner Wirklichkeit erkläre, säe ich auf Geist. Und die Frucht dieser Saat? Genau, die geistliche Realität wird in meinem äußeren Menschen (Seele, Körper) sichtbar. Die Saat geht auf und bringt Frucht. Die „Frucht des Geistes“ (Galater 5, 22-23) wird sichtbar. Nicht aus eigenen Werken, Selbstanstrengung, Selbstverbesserung oder sonstiger religiöser Anstrengung, sondern allein durch meinen Wandel im Geist, der nichts mit meinen Werken zu tun hat. Ich sehe mit Augen des Glaubens, was bereits ist und nehme es demütig als Realität an. Die Frucht ist dann das Resultat.

Observe:
Frage Gott, was er dir damit sagen möchte.

Apply:
Wie wirkt sich Gottes Realität in deinem Leben aus?
Was bedeutet für dich im Geist und Glauben zu wandeln?

Pray:
Nimm dir Zeit, das Gelesene in deinem heutigen Gebet aufzugreifen.